Sandsturm auf den Kanaren dauert an

Start am Flughafen Santa Cruz de Tenerife

Autos, Straßen und Hausdächer waren von einer Sandschicht bedeckt. Schon aus dem Flugzeug haben wir am Samstag gesehen, dass über der Insel eine Staubglocke lag. Doch der heiße Wind aus der Wüste trug dazu bei, dass auf den Kanaren auch noch am Montag die höchste Luftverschmutzung auf der Welt gemessen wurde, wie die Onlineausgabe der spanischen Zeitung "ABC" berichtete: Laut "World Air Quality" sei die Luft derzeit in Las Palmas de Gran Canaria vier Mal schlechter als in Peking, dem globalen Spitzenreiter. Zunächst waren Fuerteventura und Lanzarote in dichtes orange gehüllt, dann auch Gran Canaria und Teneriffa. Schüler haben am Montag keinen Unterricht, Fähren stellten den Betrieb ein. Der Calima genannte Sandsturm hatte am Wochenende an den Flughäfen auf Gran Canaria und Teneriffa für zahlreiche Flugausfälle und Chaos gesorgt.

Die sehr trockene Luft und der warme Wind begünstigen auf den Kanaren nun Waldbrände. Dutzende Bewohner von Tasarte habe man in Sicherheit bringen müssen, teilte der Zivilschutz mit. Am Sonntag waren bereits rund 320 Hektar Land verbrannt.

Der Sturm erschwerte auch die Bekämpfung eines Brandes auf Gran Canaria. Auch im Norden Teneriffas brennt es: Dort mussten insgesamt rund 800 Menschen ihre Häuser und Hotels verlassen. Anfliegende Maschinen wurden umgeleitet. Auch der Flughafen Teneriffa Nord meldete Probleme wegen des Wetters, weshalb Flüge zu einem zweiten Flughafen im Süden der Insel geschickt wurden. Die Wetterbedingungen hätten sich in der Nacht zum Montag verbessert und der Flugverkehr sei wieder aufgenommen worden, teilte das spanische Verkehrsministerium mit. Seit Sonntagmittag verschärfte sich die Lage allerdings wieder. Im Lauf des Montags sollte Calima, wie die Wetterlage mit starkem Ostwind genannt wird, abflauen. Es werde versucht, die Auswirkungen auf den Flugbetrieb so gering wie möglich zu halten.

Wie der spanische Wetterdienst Aemet soeben mitteilt, konnte der Windalarm auf allen Inseln aufgehoben werden.
Es gebe aber weiter Beeinträchtigungen, so der Betreiber Aena auf Twitter.

Der Sturm, bei dem der heisse Wind feinen Sandstaub aus der Sahara mitbringt, kann demnach mehrere Tage anhalten.

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