Äußerungen zu Rassismus-Fall könnten Konsequenzen haben

Dedryck Boyata und Rune Jarstein trösten Jordan Torunarigha

Stefan Chatrath, mittlerweile ehemaliger Studiengangsleiter für Sport und Event Management an der University of Applied Sciences Europe, unter der zynischen Überschrift "Die Leiden des jungen Torunarigha": "Fußballer, die professionell spielen, müssen Beleidigungen aushalten, das gehört dazu" (hier lesen Sie mehr).

Zuvor hatte sich Fußballprofi Jordan Torunarigha von Bundesligist Hertha BSC gegen die Verharmlosung von Rassismus gewehrt. Das ist rassistisch, keine Frage. "Hab selten sowas Dummes gelesen!", schrieb der 22-Jährige Abwehrspieler bei Twitter.

Jordan Torunarigha geriet während der Partie mit Schalke Trainer David-Wagner aneinander
Jordan Torunarigha geriet während der Partie mit Schalke Trainer David-Wagner aneinander

Die Rassismus-Verharmlosung könnte nun für den Berliner Wissenschaftler Konsequenzen haben.

Chatrath war von der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. "Somit fehlt die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit in einem Gremium des Landessportbunds", sagte LSB-Präsident Thomas Härtel. Für Chatrath sei grundsätzlich im Sport "alles erlaubt, solange der gegnerische Spieler physisch nicht so stark geschädigt wird, dass er ausgewechselt werden muss". Wie der Landessportbund Berlin (LSB) mitteilte, werde das Präsidium am Mittwoch "in seiner Sitzung über den Verbleib von Herrn Chatrath in der Wissenschaftlichen Kommission des Landessportbunds entscheiden". Der Professor der University of Applied Sciences Europe schrieb von einer "emotionalen Überreaktion von Jordan Torunarigha". Chatrath sei mit sofortiger Wirkung als stellvertretender Leiter der Wissenschaftlichen Kommission abgezogen worden, teilte der LSB am Mittwochabend mit. Und weiter: "Wäre es nicht möglich, dass Jordan Torunarigha sich verhört hat?" Seine Äußerungen seien unvereinbar mit dem Leitbild des LSB, das sich gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus, Gewalt und Missbrauch richte und "Sport als eine Einladung an alle" verstehe. So regte er auch an, Doping grundsätzlich für alle Sportler zu erlauben.

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