Verhandlungen gescheitert: Trainer Grammozis verlässt SV Darmstadt 98

Dimitrios Grammozis SV Darmstadt 98

Grund dafür sind Differenzen bei der Vertragslaufzeit.

Darmstadt - Zweitligist Darmstadt 98 und Trainer Dimitrios Grammozis gehen am Saisonende getrennte Wege.

"Wir bedauern Dimis Entscheidung, die uns überrascht hat, die wir aber akzeptieren müssen". "Wir waren in einem engen Austausch mit ihm, hätten gerne mit ihm verlängert und uns gewünscht, dass er das ihm vorliegende Angebot annimmt", so Wehlmann weiter.

Demnach habe Grammozis den Verantwortlichen mitgeteilt, das ihm vorliegende Angebot zur Vertragsverlängerung nicht anzunehmen. Wehlmann: "Aus wirtschaftlichen Aspekten haben wir die Entscheidung gefällt, ihm einen Einjahresvertrag anzubieten". Dass er kein ausreichendes Vertrauen in seine Arbeit spürt, hat Grammozis am Mittwoch deutlich gemacht.

"Die unterschiedlichen Vorstellungen über die Vertragslaufzeit waren letztendlich ausschlaggebend dafür, dass sich unsere Wege zum Saisonende trennen werden".

Es ist zu hören, dass der Trainer nicht nur die Vertragslaufzeit als Misstrauensvotum auffasste, sondern darüber hinaus enttäuscht war über das eher halbherzige Werben um ihn, dass in den Gesprächen kaum Strategisches und Perspektivisches zur Sprache gekommen sei; dass der Lizenzspieleretat in der kommenden Saison wohl um eine Million Euro gesenkt werde und dass seine Bezüge in dem neuen Arbeitspapier nur leicht angehoben werden sollten. "Ich wäre den Weg mit dem Verein sehr gerne mitgegangen, um die positive Entwicklung der letzten Wochen und Monate weiter begleiten zu dürfen und hier etwas aufzubauen", sagte der Trainer der Hessen am Donnerstag.

Sportlich ist das Grammozis-Aus am Ende der Saison für Darmstadt ein großer Verlust. "Da unsere Vorstellungen hinsichtlich der Vertragsgestaltung nicht übereinstimmen, sehe ich die Basis für eine zielführende und konstruktive Zusammenarbeit über den Sommer hinaus nicht für gegeben an". Der Deutsch-Grieche hat das Spiel der Darmstädter während seiner bisher 36 Partien als Chefcoach im Vergleich zu Vorgänger Schuster gewiss auf ein höheres, Niveau gehievt, vor allem spielerisch.

Denn Grammozis, der den SV Darmstadt 98 im Februar 2019 in akuter Abstiegsnot übernommen hatte, führte die Lilien zum sicheren Klassenerhalt.

Eine vorzeitige Trennung ist laut Wehlmann und Grammozis allerdings keine Option. "Mein voller Fokus gilt nun den verbleibenden Spieltagen, die ich zusammen mit der Mannschaft so erfolgreich wie möglich absolvieren möchte". "Wir sind dennoch hundertprozentig davon überzeugt, die Spielzeit gemeinsam zu einem erfolgreichen Ende zu führen".

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