Dietmar Hopp: Hoffenheim gegen Bayern nach Schmähungen unterbrochen

Neuer Inhalt

Zweimal musste Schiedsrichter Christian Dingert die Partie zwischen Hoffenheim und dem FC Bayern unterbrechen, weil so genannte Anhänger der Gästemannschaft massive Beleidigungen gegen Dietmar Hopp kundgetan hatten.

Die Klubführung wisse um die Verantwortung für den FC Bayern. Der DFL-Chef machte auch klar, dass im Fußball solche Hetze nichts zu suchen hat: "Jegliche Art von Hass darf keinen Platz haben, dies muss der Anspruch des gesamten deutschen Profi-Fußballs sein". "Bayern München, 1899 Hoffenheim und die Zuschauer haben das auf großartige Weise gezeigt, dass sie nicht dulden, dass eine Person derart diffamiert wird und ein einzelner Mensch in eine Ecke gestellt wird und möglicherweise sogar Morddrohungen ausgesprochen werden", sagte Trainer Marco Rose.

DIE FANS: Die Verursacher des Eklats, die die Banner offenbar erst im Stadion bastelten, zeigten keine Einsicht. Nachdem Schiedsrichter Christian Dingert die Partie zur 77. Minute beim Stand von 6:0 für die Gäste wieder freigegeben hatte, spielten sich die beiden Mannschaften nur noch den Ball hin und her, um gegen die Aktion der Fans zu protestieren. In den letzten 13 Minuten spielten die beiden Mannschaften nur noch symbolisch den Ball hin und her, während Hopp und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge am Spielfeldrand standen und applaudierten. Ein Bild mit Wirkung.

In der Vergangenheit war schon oft gerätselt worden, wie trotz strenger Kontrollen Hass-Plakate ins Stadion kommen konnten. Einige Bayern-"Fans" hatten zudem Pyrotechnik und Rauchtöpfe in die Arena geschmuggelt und abgebrannt.

Der Fall beschäftigt nun alle Ebenen.

Neuer Inhalt
Hans E. Lorenz ist Vorsitzender des DFB-Sportgerichts

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird nach dem Skandalspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Bayern München (0:6) Anfang der kommenden Woche ein Ermittlungsverfahren einleiten.

Bayern-Trainer Hansi Flick hofft nach dem Skandal-Spiel auf eine Wende in der Debatte um Hopp. Nach den ersten Plakaten gegen Hopp vor Jahren habe es "immer wieder Geldstrafen" gegeben, "dann gab es eine Bewährungsstrafe und dann ist irgendwann mal gut".

Das Fadenkreuz-Plakat hatte dazu geführt, dass das DFB-Sportgericht Anhänger von Borussia Dortmund für zwei Jahre von Auswärtsspielen bei den Hoffenheimern ausgeschlossen hat. "Der Teilausschluss war auf Bewährung ausgesprochen worden. Dann wäre die Luft sofort raus", sagte er.

Keller kündigte ferner auch ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten an. "Wir müssen uns alle hinterfragen, müssen uns zusammensetzen". "Spätestens heute ist der Moment gekommen, wo die gesamte Bundesliga gegen diese Chaoten vorgehen muss", sagte Rummenigge. Bundesweit geltende Stadionverbote reichen dabei längst nicht mehr aus, die Übeltäter sollten sich in Zukunft vor strafrechtlichen Sanktionen fürchten müssen. Auch einige Bayern-Spieler hatten sich vor dem Fanblock aufgebaut.

Der DFB verhalte sich in der Frage "nicht geschickt", sagte ProFans-Sprecher Sig Zelt. Damit hat der DFB sein Wort, zukünftig von Kollektivstrafen abzusehen, gebrochen.

Related:

Comments

Latest news

Boris Johnson will heiraten und wird Vater
In der offiziellen Mitteilung, die am Samstag (29.2.) veröffentlicht wurde, heißt es: "Der Premierminister und Ms. Symonds freuen sich, ihre Verlobung und die Tatsache, dass sie im Frühsommer ein Baby erwarten, bekanntzugeben".

Coronavirus in Österreich: Zahl der bestätigten Infektionen steigt weiter
Bislang gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts ( RKI ) mindestens 53 Nachweise von Coronavirus-Infektionen. Der deutsche Leitindex Dax war am Freitag aus Sorge vor einer Coronavirus-Pandemie zeitweise mehr als fünf Prozent abgerutscht .

Coronavirus-Fall in Hessen: 31-Jähriger war in Norditalien
Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Dann drohen Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Über den Tag kamen noch weitere Fälle hinzu, auch jene aus Hessen.

Schaltjahr: Warum es den 29. Februar 2020 gibt
Grundsätzlich sind alle durch vier teilbaren Jahre Schaltjahre . 2020 ist ein Schaltjahr , wie auch 2016 und 2012 welche waren. Das summiert sich und heißt: In einigen Jahrhunderten muss wohl ein Mal ein weiterer zusätzlicher Tag ausgerufen werden.

Fußball - BVB-Kapitän Reus: Noch kein Termin für Comeback
Der BVB zeigte unter anderem ein sehr überzeugendes Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (2:1). Der Nationalspieler hatte sich Anfang Februar beim Pokal-Aus bei Werder Bremen (2:3) eine Muskelverletzung zugezogen.

Other news