Coronavirus-Epidemie drängt Lufthansa zu drastischen Maßnahmen

Lufthansa

Weltweit stornieren Unternehmen ihre Reisen, belegen ihre Mitarbeiter mit Reiseverboten oder verordnen Kurzarbeit. "Wir müssen auf den Nachfragerückgang mit Streckenausdünnungen reagieren und können zu diesem Zeitpunkt weitere Maßnahmen nicht ausschließen", sagt CCO Andreas Otto.

Betroffene Passagiere sollen nach Angaben der Austrian Airlines eine Umbuchung oder Erstattung angeboten bekommen. Dies umfasst die Ziele Mailand, Venedig, Rom, Turin, Verona, Bologna, Ancona und Pisa.

Die Konzern-Airlines, zu denen auch Eurowings und Brussels gehören, setzen im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Auf den Routen von Frankfurt und München nach Soul streicht Lufthansa einige Frequenzen ersatzlos. Aufgrund einer veränderten Nachfrage reduziert Lufthansa die Frequenzen auf diversen Routen. Die Frequenzen auf den innerdeutschen Verbindungen werden ebenfalls gesenkt. Die Swiss wird ihre Frequenzen auf Flügen nach/von Florenz, Mailand, Rom und Venedig voraussichtlich bis Ende April reduzieren.

Die zur Lufthansa gehörende deutsche Billigairline Eurowings reduziert bis zum 8. März ihr Flugprogramm von und nach Venedig, Bologna und Mailand. In Europa ist Italien - und hier vor allem Norditalien - aktuell besonders schwer vom Ausbruch von Sars-CoV-2 betroffen. Bei Austrian Airlines reduziert sich das Flugprogramm nach Italien im März und April um 40 Prozent. Danach kann das Angebot von Kurz- und Mittelstreckenflügen in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus in den kommenden Wochen um bis zu einem Viertel reduziert werden.

Auch bei den Langstreckenverbindungen verringern die Airlines der Lufthansa Group ihr Programm weiter. Die Zahl der rechnerisch nicht einge¬setzten Langstreckenjets der Lufthansa Group wird von 13 auf bis zu 23 Flugzeuge ansteigen.

Zudem hat der Konzern weitere Einsparungen beim Personal sowie bei den Sachkosten und Projektbudgets angekündigt.

Die zu erwartende Ergebnisbelastung sei derzeit noch nicht abschätzbar, erklärte die Lufthansa. Der Lufthansa-Konzern wird im Rahmen der Jahrespressekonferenz am 19. März 2020 seine Finanzkennzahlen veröffentlichen.

Am Montag teilte Lufthansa mit, deutlich länger als bisher nicht nach Festland-China zu fliegen. Der Umsatz stieg wegen des Billigflieger-Booms um 7,2 Prozent auf 858 Mio. Euro und der Nettogewinn um 15,7 Prozent auf 175,7 Mio.

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