Luftverkehr - Airline-Verband rechnet mit höheren Umsatzeinbußen

Coronavirus in der Luftfahrt

Je nachdem, ob sich die Epidemie auf weitere Länder ausbreite, gingen den Airlines im Passagiergeschäft voraussichtlich Erlöse von 63 bis 113 Milliarden US-Dollar (57 bis 101 Mrd Euro) verloren, teilte der Weltluftfahrtverband IATA am Donnerstag in Singapur mit.

Der Umsatzverlust der Fluggesellschaften wegen des Coronavirus wird viel drastischer ausfallen als noch vor zwei Wochen gedacht. Die Auswirkungen auf das Frachtgeschäft seien noch nicht abzuschätzen.

Sollte sich die Krise auf alle Länder mit bisher mindestens zehn Infizierten ausdehnen, stünde Airlines in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, den Niederlanden, Schweden, Norwegen, Spanien, Grossbritannien und der Schweiz ein Rückgang der Passagierzahlen um 24 Prozent bevor. Einem starken Nachfrage-Einbruch würde den Annahmen zufolge aber eine schnelle Erholung folgen. Dieses Szenario rechnet mit einer eingegrenzten Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Auf den deutschen Markt entfielen davon 2,9 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) bei einem Passagierrückgang um 10 Prozent. 113 Milliarden Dollar würde einem Anteil von 19 Prozent des Gesamtvolumens entsprechen und sei in der Dimension mit der Finanzkrise 2008/2009 vergleichbar. "Die Airlines tun ihr Bestes, aber die Regierungen müssen sie durch Erleichterungen bei Steuern, Gebühren und der Vergabe von Start- und Landerechten unterstützen", erklärte Juniac.

Erst vor zwei Wochen hatte die Organisation noch einen Umsatzrückgang von bis zu 29,3 Milliarden Dollar für wahrscheinlich gehalten. Inzwischen hat sich das Virus aber bereits in mehr als 80 Ländern verbreitet.

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