OPEC-Förderkürzung mit Partnern um 1,5 Mio. Barrel

OPEC+ kann sich nicht auf Förderlimit einigen – Ölpreise brechen ein

Letztlich enden die Gespräche ohne Deal.

Das Ölkartell OPEC und Russland haben es am Freitag nicht geschafft, sich auf neue Kürzungen der Rohölförderung zu verständigen. Der russische Ölminister Alexander Nowak ist nach Moskau abgereist, wo er über die Förderpolitik beraten soll.

Die OPEC hatte - unter anderem als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des neuen Corona-Virus - am Donnerstag eine Verschärfung des derzeit geltenden Förderlimits um 1,5 Millionen Barrel Öl pro Tag gefordert. Der Ölpreis reagierte auf die Mitteilung am Nachmittag mit einem deutlichen Einbruch. Eine Million Barrel sollen dabei die 14 OPEC-Staaten einsparen - 500.000 Barrel die zehn Kooperationspartner, darunter Russland. Sie standen bereits vor den gescheiterten Gesprächen unter Druck. "Es werden weiter informelle Treffen stattfinden", hieß es per Opec-Livestream. Für den Ölmarkt sind die ergebnislosen Verhandlungen aber kein beruhigendes Zeichen.

Die Ölpreise sind am Freitag weiter gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 49,68 US-Dollar. "Die Weltwirtschaft könnte dafür so vielleicht etwas rascher wieder auf die Beine kommen und der Marktanteil der Opec würde nicht schrumpfen". Vor allem Saudi-Arabien hat großes Interesse an einem deutlich höheren Ölpreis. Daher hatte sich der Wüstenstaat zuletzt immer wieder bereit erklärt, für den Großteil der Kürzungen aufzukommen oder gar zusätzliche, freiwillige Einschränkungen vorzunehmen. Die OPEC produziert derzeit rund 28,9 Millionen Barrel Öl pro Tag, gemeinsam mit den zehn Kooperationspartnern sind es rund 45 Millionen Barrel täglich. Denn während die insgesamt 24 Staaten ihre Produktion in den vergangenen Jahren eingeschränkt haben, wurde etwa die Produktion in den USA deutlich erhöht. Denn eigentlich sehen sich die Ölexporteure mit großer Zurückhaltung bei der Nachfrage konfrontiert. Zahlreiche Experten und Organisationen gehen inzwischen davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl deutlich langsamer steigen wird als erwartet - oder sogar sinken könnte. "Nicht nur die Fluggesellschaften leiden, auch die Raffinerien". Die Lufthansa kündigte an, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus seinen Flugplan noch weiter zusammenzustreichen.

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