Verkauf an russischen Investor: Diese Real-Märkte müssen noch Ende 2020 schließen

Archiv  Bernd Schlegel

Noch bevor der Verkauf an den russischen Investor SCP vollzogen ist, stellt die Supermarktkette Real die Weichen für die Schließung von sieben Filialen.

Zum Jahresende sollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Geschäfte in Bamberg und Deggendorf, im rheinland-pfälzischen Bad Sobernheim und im niedersächsischen Papenburg ihr Tore schließen. Jetzt wurden die ersten Filialschließungen angekündigt: Sieben Filialen sollen bis Juni 2021 geschlossen werden, 650 Mitarbeiter sind betroffen. Davon sind dann insgesamt 650 Mitarbeiter betroffen. Zuvor hatten Zeitungen der Funke-Gruppe darüber berichtet. Ein Großteil der 276 Real-Märkte soll an Wettbewerber wie Kaufland, Globus oder Edeka verkauft werden.

Die Gewerkschaft Verdi ist alarmiert.

Wie geht es mit den Real-Märkten in Rosenheim und Traunstein weiter?

Ein Kern von rund 50 Märkten soll Unternehmensangaben zufolge über zwei Jahre weiter betrieben werden.

Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger hat bereits am Dienstag Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgefordert, aktiv zu werden und die Beteiligten an einen Tisch zu holen. "Es geht um 34.000 Menschen mit ihren Familien, die nicht wissen, ob sie in einem Jahr noch Arbeit haben", sagte sie in Düsseldorf. Hier sei die Bundesregierung gefordert. Die Gewerkschaft befürchtet, dass letztlich auch die 50 Märkte, die die Investoren zunächst weiterbetreiben wollen, verkauft werden sollen, sagte der Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel, Orhan Akman. Wie ein Mitarbeiter des Konzerns auf BR-Nachfrage mitteilt, würde der Standort keine positive Entwicklung mehr aufweisen. Denn viele der Real-Filialen müssten aufwendig renoviert oder sogar in mehrere Läden aufgeteilt werden, um eine Zukunft zu haben.

Real gibt es seit 1968, damals noch unter dem Namen "real-Kauf". Um das zu verhindern, will Verdi versuchen, mit SCP und den potenziellen Käufern von Real-Filialen wie Kaufland oder Edeka Sozialtarifverträge abzuschließen, die einen reibungslosen Übergang garantieren.

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