Dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Corona-Crash beschleunigt sich

DAX rutscht unter 10.000 Punkte

Der Pariser Index CAC der 40 größten Unternehmen gab gar um mehr als acht Prozent nach - der höchste Tagesverlust seit 2008.

Kurssturz an der Börse in Frankfurt: Der deutsche Aktienindex ist zum Handelsstart am Montag um mehr als acht Prozent gefallen.

Der Kursrutsch an der deutschen Aktienbörse beschleunigt sich: Der Leitindex Dax verlor im frühen Handel 900 Punkte oder 8,04 Prozent. Die Aufnahmen von vor Ort und die Reaktionen der Anleger sehen Sie oben im Video oder hier. Dies war der höchste Verlust während der Handelszeit seit dem Referendum zum EU-Austritt Großbritanniens im Juni 2016. "Spätestens am heutigen Montagmorgen sind die Finanzmärkte in den Panikmodus gewechselt", sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. Der Dax beendete den Handel final bei 10.465,91 Punkten. Dabei hatte der deutsche Leitindex vor gerade einmal drei Wochen ein Rekordhoch von 13.795 Zählern erreicht.

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel ging zuletzt um 6,30 Prozent auf Talfahrt und stand damit bei 23 191,99 Punkten. Das ist punktemäßig das größte Minus in seiner Geschichte.

EuroSTOXX 50 3.232,07 -3,91%.

Die Coronavirus-Krise und ein Einbruch des Ölpreises hatten zum Wochenauftakt bereits den Börsen in Asien schwer zugesetzt. Als Grund für die Panik an den Börsen gilt die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die befürchteten Folgen für die Weltwirtschaft. Auch die stark fallenden Ölpreise setzen den Aktienmärkten zu.

Das Volumen aller im Dax gehandelten Aktien stieg im Vergleich zu den letzten 30 Tagen deutlich: Gehandelt wurden Aktien der 30 wichtigsten Börsenunternehmen in einem Gesamtvolumen von 616,50 Millionen Euro; im monatlichen Durchschnitt waren es hingegen 295,83 Millionen Euro. "Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat". Zum Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Rezessionssorgen komme jetzt noch der Ölpreiskrieg dazu. Der italienische Leitindex FTSE MIB krachte um mehr als 11 Prozent in die Tiefe. Dafür werden Daten unseres Partners Tradegate Exchange analysiert und in einem Börsenbericht ausgewertet.

Japanische Exporttitel gerieten zudem durch ein Anziehen des Yen gegenüber dem Dollar unter Druck. Auch an anderen Börsenplätzen der Region gaben die Kurs teils deutlich nach.

Die Papiere der bereits schwer von der Virus-Epidemie betroffenen Lufthansa sackten um mehr als 8 Prozent ab. In China reagierte vor allem der Index Hang Seng an der Börse in Hongkong, er fiel um 4,2 Prozent. Am Ölmarkt waren am Morgen die Preise zeitweise um rund 30 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Die im Nebenwerteindex SDax zu findenden Aktien des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex büßten nach schwachen Zahlen am Index-Ende rund 14 Prozent ein. Der Preis für die US-Ölsorte WTI sackte um fast ein Fünftel ab.

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