Late Night Berlin: Klaas entschuldigt sich nach Fake-Vorwürfen gegen Einspielfilme

Der Moderator gibt zu dass manche Sachen nicht so stattgefunden hätten wie in den Sendungen dargestellt

Punkt. Klaas Heufer-Umlauf hat sich souverän geschlagen. Auch Heufer-Umlauf hatte sich bis dato nicht eindeutig zu der ganzen Thematik geäußert.

In seiner Sendung "Late Night Berlin" hat Moderator Klaas Heufer-Umlauf seine Zuschauer "ernstgemeint und ohne jede Ironie" um Entschuldigung gebeten. Zugleich räumte der Privatsender ein, dass bei einem Clip über den angeblich durch Klaas ertappten Berliner Fahrraddieb "der satirische Ansatz des Filmes womöglich deutlicher gemacht hätte werden müssen".

Nachdem er in seinem Podcast "Baywatch Berlin" die Entdeckungen der NDR-Journalisten eher heruntergespielt hatte, widmete sich Heufer-Umlauf diesen zu Beginn seiner "Late Night Berlin"-Sendung am Montag auf ernsthaftere Weise". "Das Publikum", sagte er, "die klatschen auch, wenn sie einen Gast eigentlich Scheiße finden". Sie hatten mehrere Szenen in ihren unterschiedlichen TV-Formaten manipuliert. Die Recherche von "STRG_F" solle also niemanden verblüffen. "Und das ist auch genau gut so". "Trotzdem - und das will ich hier klar und deutlich sagen - sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen". Ob "Late Night Berlin " oder "Duell um die Welt" - der Humor war geplant, inszeniert, ein Fake. Der verdutzte Dieb flüchtet schließlich, als das Rapper-Duo "Die Atzen" auftritt.

So sei es beim Fahrraddieb gewesen: "Alles hat so schön geklappt, war so gut vorbereitet". Nur eines konnten wir wirklich nicht ahnen: Dass ausgerechnet in dieser Nacht in Berlin keiner kommt, um ein Fahrrad zu klauen. Und unserer ist dann dummerweise nochmal zurückgelaufen, weil er vergessen hat, sich seine Gage abzuholen. "Ich kann jeden verstehen, der davon enttäuscht wurde", so Heufer-Umlauf. "Dafür möchte ich mich, ernst gemeint und ohne jede Ironie, entschuldigen". Das war ohne Wenn und Aber ein Fehler und wird so auch nicht mehr vorkommen.

Die Fehler, die gemacht wurden, seien nicht aus purem Zynismus, Zuschauerverachtung oder Faulheit passiert: "Es gab Einzelfälle, bei denen wir nicht einsehen wollten, dass die Realität weniger spannend ist als das, was wir gerne auf der Showbühne sehen".

Ungewohnt ernste Worte bei "Late Night Berlin".

Der Sender Pro Sieben und die Produktionsfirma Florida Entertainment hatten in einem Statement gewisse Verfehlungen eingeräumt.

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