Coronavirus: Jetzt will Baden-Württemberg Veranstaltungen verbieten

Coronavirus-Test in einem Labor in StuttgartBild AFP  Archiv  THOMAS KIENZLE

Wegen des Coronavirus werden in Baden-Württemberg immer mehr Veranstaltungen abgesagt.

Und ein Ende ist nach Einschätzung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch lange nicht erreicht, im Gegenteil.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, für Menschen unter 50 Jahren und ohne Vorerkrankungen ziehe das Coronavirus keine lebensgefährliche Krankheit nach sich. "Unsere exportorientierte Wirtschaft war natürlich recht schnell von Problemen bei Lieferketten und Geschäftsreisen betroffen", sagte der Präsident des Industrie- und Handelskammertages im Südwesten (BWIHK), Wolfgang Grenke, am Montag in Stuttgart. Insgesamt stieg die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Patienten im Südwesten bis Dienstagabend auf 277. Im Durchschnitt lägen die Umsatzeinbußen bereits jetzt bei einem Drittel, sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU).

Am Wochenende war die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Virus in Baden-Württemberg sprunghaft gestiegen.

Nach Empfehlung von Bundes- und Landesregierung werden Absagen größerer Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern erwartet. "Für Hamsterkäufe gibt es keine Veranlassung". In diesem Bereich liege der Rückgang des Buchungsvolumens bei rund 80 Prozent. "Wir müssen alles dafür tun, dass aus der Coronakrise keine Wirtschaftskrise im Tourismus wird", sagte er. "Das wird meines Erachtens das letzte Bundesligaspiel in der Größenordnung vor Zuschauern für eine Zeit X gewesen sein", sagte Lucha. Das teilten etwa die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe, das Theater Heidelberg, das Nationaltheater in Mannheim sowie Kinos in Mannheim und Heidelberg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Staatstheater Karlsruhe geht ähnlich vor. Die Übertragung lasse sich auch durch einen "Überbietungswettbewerb" von Einschränkungen kaum mehr aufhalten, stattdessen komme es zu Engpässen bei Schutzausrüstungen und anderen Ressourcen.

Sorgen bereiten dem Ministerium, den südbadischen Kommunem und den Gesundheitsbehörden neben den Reiserückkehrern aus dem Risikogebiet Südtirol auch die steigenden Fallzahlen aus Südfrankreich sowie dem Elsass.

Kretschmann entgegnete, die Landkreise seien in den entsprechenden Gremien vertreten. Patienten, bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie sich infiziert haben, könnten dort getrennt von anderen auf das Virus getestet werden.

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