Coronavirus: Nicht lebensnotwendige Produktion in Italien zu

Ministerpräsident Giuseppe Conte

Italien hat den Stop der Produktionsaktivitäten in allen nicht lebensnotwendigen Betrieben angeordnet. Davon seien Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgenommen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend in seiner Videobotschaft an die Bürger. Man stehe vor der größten Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg, erklärte Conte. Als sie spätabends online geht, sind nur wenige Stunden vergangen seit der täglichen Hiobsbotschaft des italienischen Zivilschutzes: Fast 800 neue Tote waren es diesmal.

Nirgendwo auf der Welt ist die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus so hoch wie in Italien. "Der Tod von so vielen Mitbürgern ist ein Schmerz, der jeden Tag wiederauflebt". Ihm sei klar, wie schwerwiegend die Einschränkungen schon jetzt seien.

Das Ziel ist: Noch weniger Menschen sollen auf die Straße, sollen sich in der Arbeit oder auf dem Weg dorthin anstecken.

Ausgenommen seien unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken.

Wohl auch angesichts dieser Verunsicherung appelliert Conte am Ende seiner Rede noch einmal an die Italiener durchzuhalten - um Leben zu schützen: "Wir verzichten auf unsere liebsten Gewohnheiten". Wir machen das, weil wir Italien lieben. "Gemeinsam schaffen wir das". Italien ist damit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten durch das Coronavirus weltweit. Erst am Freitag hatte die Regierung die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings forderten Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen, auch weil sich einige Menschen immer noch nicht an die Auflagen hielten. Fabriken und Büros waren von den Sperren bislang noch nicht kollektiv betroffen. Inzwischen haben andere Staaten wie Russland und Kuba, die Entsendung von Spezialisten und medizinischer Ausrüstung nach Italien angekündigt.

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