Dax moderat im Plus - Stabile Kurse nach neuem EZB-Notpaket

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland

Der Leitindex Dax stieg im frühen Handel um mehr als 6 Prozent auf über 9150 Punkte, fiel dann aber wieder knapp unter die Marke von 9000 Punkten.

Haben die billionenschweren Konjunkturhilfen von Notenbanken und Regierungen Anlegern Mut gemacht oder handelt es sich nur um eine kurze Erholung, weil Investoren sich wegen des heutigen Verfallstags (Hexensabbat) mit Wertpapieren eindecken müssen, um Verpflichtungen aus Termin- und Optionsgeschäften zu erfüllen? Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 3,6 Prozent auf 18.557 Zähler.

Spannend wird sein, ob sich der deutsche Leitindex nachhaltiger stabilisieren kann. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 3,5 Prozent zu.

Die Analysten der Bank HSBC argumentieren, der deutsche Aktienmarkt sei mittlerweile erheblich "überverkauft". Rund die Hälfte der Schwergewichte komme gar auf Einbußen von mehr als 35 Prozent.

Ein Zeichen einer leichten Beruhigung an den weltweiten Aktienmärkten ist der jüngste leichte Rückgang der auch "Angstbarometer" genannten Volatilitätsindizes. Der Kurs der Aktie setzte sich mit einem Plus von 17,4 Prozent an die Spitze des SDax der Nebenwerte. Sie waren im Crash überdurchschnittlich stark eingebrochen.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten mit einem Plus von 7 Prozent die Aktien von Siemens. Der österreichische Sensorhersteller AMS hat trotz des Kursverfalls seiner Aktien die Pläne für den Kauf des deutschen Lichtkonzerns bekräftigt. Konzernchef Joe Kaeser zeigte sich zuversichtlich, gut und robust durch die Pandemie des neuartigen Coronavirus zu kommen. An der Börse war zuletzt auf ein Scheitern des Deals spekuliert worden, nun machte sich Erleichterung breit. Kaufempfehlungen der Deutschen Bank und der Société Générale trieben den Kurs des Rüstungsunternehmens Rheinmetall um 14,6 Prozent nach oben. Nach einem Kurseinbruch von fast 60 Prozent in vier Wochen erholten sich Airbus -Aktien um 16 Prozent.

Am Rentenmarkt ging es erneut abwärts.

In Hongkong schloss der Handel nach einer turbulenten Woche mit rund fünf Prozent im Plus; der Hang-Seng-Index kletterte auf 22.805 Punkte. Die Umlaufrendite stieg entsprechend von minus 0,34 Prozent am Vortag auf minus 0,32 Prozent.

Der Eurokurs neigte weiter zur Schwäche, er wurde zuletzt mit 1,0704 US-Dollar gehandelt.

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