Siemens: Vizechef Busch zum Nachfolger von Joe Kaeser ernannt

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens und Roland Busch Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt er den Posten des bisherigen Konzernchefs Joe Kaeser, der keine Vertragsverlängerung anstrebe. Denn zugleich mit der Entscheidung für Busch wurde bekannt, dass sich die Führungsspitze der vor der Abspaltung stehenden Energiesparte abrupt von Siemens trennt. Als Nachfolger von Kaeser habe er den 55-jährigen Roland Busch bestellt, der bisher stellvertretender CEO ist. Er soll demnach Aufsichtsratsvorsitzender der vor der Abspaltung stehenden Energiesparte werden.

Der Abschied hatte sich abgezeichnet: Joe Kaeser wird den Chefposten bei Siemens abgeben.

Siemens hat Mittwochabend die Weichen für die Übergabe der Führung im Technologiekonzern gestellt, was eigentlich in fünf Monaten geschehen sollte. Diese Aufgabe übernimmt vom 1. Mai an der von Linde kommende Christian Bruch. Der Zeitplan für den Börsengang Ende September soll eingehalten werden.

"Michael Sen und Klaus Patzak scheiden als CEO und CFO von Siemens Energy in gegenseitigem Einvernehmen aus", hieß es in der Pressemitteilung von Mittwochabend. Aus dem Unternehmensumfeld ist allerdings zu hören, dass Sen gescheitert sei - wohl an unterschiedlichen Vorstellungen zum Geschäftsmodell im Vergleich zum Konzernvorstand.

"Roland Busch wird bereits für die Budgetplanung des Geschäftsjahres 2021 und deren Umsetzung verantwortlich sein und ab dem 1. Oktober 2020 alle dazu relevanten Aufgabengebiete im Vorstand übernehmen", betonte Siemens. Sie haben damit unverzüglich die Konsequenzen aus der Übernahme des Aufsichtsratsvorsitz bei Siemens Energy durch Kaeser gezogen.

Busch ist 55 Jahre alt und seit 2011 im Siemens-Vorstand. Nachfolger usch vereine "unternehmerische Weitsicht, Nähe zu den Kunden und ein tiefes Verständnis all der Technologien, die Siemens erfolgreich gemacht haben".

Ursprünglich hatte der Aufsichtsrat angekündigt, die Personalie im Sommer entscheiden zu wollen.

Siemens befindet sich derzeit in einer Umbruchphase. Der Konzern will das Energiegeschäft in diesem Jahr an die Börse bringen. Zuletzt war er allerdings unter anderem für seinen Umgang mit den Protesten von Klimaschützern gegen die Lieferung von Zugsignaltechnik von Siemens für ein riesiges Kohlebergbauprojekt in Australien in die Kritik geraten.

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