Virologe sagt: Kein Profifussball mehr in diesem Jahr

Training SV Werder Bremen im Bild Florian Kohfeldt Trainer SV Werder Bremen schaut auf die Uhr *** GER 1 FBL Training SV Werder Bremen

Hamburg/Bielefeld - Für Virologe Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg steht fest, dass in diesem Jahr wohl kein Profifußball mehr gespielt wird. Jonas Schmidt-Chanasit hält all diese Pläne für vollkommen unrealistisch. Der Virologe: "Ich gehe fest davon aus, dass es erst nächstes Jahr wieder stattfinden kann".

Die Corona-Pandemie* hat die Bundesliga zum Stillstand gebracht.

April ist die Fußball-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen.

"Ich halte es für nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagt der Mediziner dem NDR: "Wir sehen, wie die Situation in Europa ist und was uns noch bevorsteht".

Und zwar nicht einmal vor leeren Rängen. Der Virologe erteilt dem eine Absage: Auch Geisterspiele würden seiner Ansicht nach dazu verleiten, dass sich Leute wieder treffen und zusammen gucken wollen. "Deswegen glaube ich, dass die Entscheidung, Fußballspiele wieder stattfinden zu lassen, ganz zum Schluss erst wieder erfolgen kann".

Selbst wenn es Deutschland nicht so schlimm treffen sollte wie Italien, hieße das längst noch nicht, dass der Fußball wieder anfangen dürfe.

Die DFL hofft, dass wenigstens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. "Ich glaube, da gibt es viele, viele andere Sachen, die früher zu entscheiden sind, wenn man die Schrauben überhaupt wieder lockern kann".

An erster Stelle kämen etwa Kindergärten, generell "das, was wirklich relevant ist". Er habe einen "starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung". Gerade die, wo ein Potenzial besteht, dass sich die Leute wieder treffen wollen.

Die Prognose des 40-Jährigen macht den Fußballfans keine Hoffnung: "Das heißt, wir sprechen hier sicherlich über einen Zeitraum, der frühestens nächstes Jahr erreicht werden kann". Das würde wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen. "Das darf man nicht unterschätzen".

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