Maredo: Steakhaus-Kette muss nach Vapiano Insolvenz anmelden

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In der Coronakrise gibt es die nächste größere Pleite in der Restaurant-Landschaft: Diesmal trifft es die Steakhaus-Kette Maredo.

"Letztlich Auslöser waren die massiven Auswirkungen der Corona-Krise, die zuerst zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt haben", heißt es in einer Mitteilung am Montag. Damit kann das Unternehmen aktuell keine Einnahmen mehr erzielen, gleichzeitig müssen Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden. Maredo betreibt mit etwa 1000 Beschäftigten 35 Restaurants in Deutschland sowie jeweils eine Filiale in Salzburg und Wien.

Man prüfe nun, ob die Kette Staatshilfen erhalten könne. Bund und Länder stellen derzeit Milliardenhilfen bereit, um Insolvenzen zu verhindern.

Maredo geht auf eine Restaurantgründung 1973 am Kurfürstendamm in Berlin zurück. Zur Wahrung von Sanierungschancen wurde die besondere Form der Eigenverwaltung beantragt, die bisherige Geschäftsführung bleibt damit voll handlungsfähig. Thomas Hoffmann hat Maredo bei der Vorbereitung und Stellung des Insolvenzantrags unterstützt und bereits im Vorfeld im Rahmen bei den Verhandlungen mit den Stakeholdern über eine außergerichtliche Sanierung des Unternehmens beraten. Wesentliche Unternehmen der Gruppe haben Ende vergangener Woche vorsorglich Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Für die insolvenzrechtlichen Besonderheiten des Verfahrens wurde Andreas Elsässer als Chief Insolvency Officer (CIO) zusätzlich in die Geschäftsführung berufen. Ihre Produkte sollen unverändert im Handel bleiben.

Die Corona-Krise hat auch die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano in die Insolvenz getrieben. "Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten", teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit.

Zugleich richtete Vapiano einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise".

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