Airbus macht sich für Corona wetterfest

Produktion eingebrochen: Airbus nimmt Prognose zurück und streicht Dividende

Airbus habe neue Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umgesetzt, teilte das Unternehmen weiter mit. Er plädierte aber für eine Unterstützung der am stärksten betroffenen Airlines, die zu den Kunden von Airbus gehören. Um seine Zahlungsfähigkeit zu sichern, nahm Airbus neue Milliardenkredite auf und strich die geplante Dividenden-Zahlung für seine Aktionäre. Die Werke waren wegen der Corona-Pandemie in den letzten vier Tagen still gestanden. In den vergangenen Tagen seien in den Anlagen Hygiene-Massnahmen vorgenommen worden, um die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten sicherzustellen, gab der Konzern bekannt.

Mit den Hygiene-Maßnahmen in Frankreich und Spanien setzte der Flugzeughersteller Auflagen und Empfehlungen der Regierungen in Paris und Madrid um. Produziert werde nur in Bereichen, die den Hygiene-Standards entsprächen und wo es genügend Abstand zwischen den Beschäftigten gebe. Einige Mitarbeiter sollen nach Implementierung der neuen Maßnahmen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, um den laufenden Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Die Airbus-Standorte in anderen Staaten, vor allem in Deutschland, Großbritannien, Kanada, den USA und China, waren davon nicht betroffen gewesen. In Frankreich beschäftigt Airbus rund 48'000 Menschen. Außerdem habe der Verwaltungsrat einer Erweiterung des Kreditrahmens um 15 Milliarden Euro zugestimmt. "Wir versuchen, unseren Werten gerecht zu werden und trotz der bedrückenden Komplexität der Situation einen möglichst großen gesellschaftlichen Beitrag in diesen schweren Zeiten zu leisten", so Airbus Chief Executive Officer Guillaume Faury. Airbus hat nach eigenen Angaben nun Zugang zu rund 30 Milliarden Euro an Liquidität, das sind fast fünf Milliarden Euro mehr als Ende 2019.

Angesichts der unübersichtlichen Lage habe Airbus den Ausblick für das laufende Jahr zurückgezogen, sagte Faury. Zuletzt verzeichnete Airbus rund 7700 Bestellungen. Zudem zog Airbus die Prognose für dieses Jahr zurück.

Der Konzern teilte ferner mit, eine A330-800 habe im Rahmen eines Testflugs rund zwei Millionen Atemschutzmasken aus dem chinesischen Tianjin nach Europa gebracht. Das Unternehmen berichtete zudem, man habe tausende Gesichtsmasken an Krankenhäuser und Behörden europaweit gespendet. Airbus hat in Tianjin ein Werk, das nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China geschlossen worden war.

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