Gegen Corona-Pandemie: Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest

Der Abstrich des Patienten wird in das sogenannte Vivalytic-Analysegerät eingeführt

Infizierte Patienten könnten so schneller identifiziert und isoliert werden*.

Der Abstrich des Patienten wird in das sogenannte Vivalytic-Analysegerät eingeführt.

Das deutsche Unternehmen Bosch hat laut einer entsprechenden Pressemitteilung einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus entwickelt. Üblicherweise müssten Patienten ein bis zwei Tage auf ein Ergebnis warten, das nach der Probenentnahme aus einem Labor kommt. Die Kartusche wird dann in ein Analyse-Gerät gegeben, das von Bosch derart anwenderfreundlich gestaltet wurde, dass kein geschultes Personal bei der Bedienung nötig ist.

Während bisherige Tests* erst nach 24 bis 48 Stunden ein Ergebnis anzeigten, soll die Bosch-Testung schon nach 2,5 Stunden ein Resultat ergeben. Ein weiterer Pluspunkt des Tests: Anhand von einer Probe können neben Covid-19 gleichzeitig neun weitere Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersucht werden. Angewendet werde der molekulardiagnostische Schnelltest auf dem Analysegerät Vivalytic von Bosch Healthcare Solutions: "Mit dem Bosch Covid-19-Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten". Der Bosch-Test soll auch direkt in Arztpraxen oder Krankenhäusern durchgeführt werden können.

Gemeinsam mit unserem Partner Randox haben wir den seit wenigen Wochen existierenden, manuellen COVID-19-Test auf die neue, vollautomatisierte Vivalytic-Plattform von Bosch übertragen.

Bosch hat ein Analysegerät für einen Schnelltest der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 entwickelt. Insgesamt können zehn Atemwegserkrankungen diagnostiziert werden. Transportwege, die wertvolle Zeit kosteten, entfielen.

Parallel prüft Bosch, wie es möglich wäre, Ärzte und Pflegepersonal in medizinischen Einrichtungen zu unterstützen, damit diese sich möglichst zeitnah testen lassen können.

"Die Besonderheit des Bosch-Tests ist: Durch die Differenzialdiagnostik ersparen sich die Ärzte zusätzlich die Zeit für weitere Tests, erhalten rasch eine fundierte Diagnose und können daraus schneller eine geeignete Therapie einleiten", erklärt Marc Meier, Chef von Bosch Healthcare.

Der neu entwickelte Test soll von April an in Deutschland erhältlich sein, weitere europäische und außereuropäische Märkte sollen folgen.

Das Testverfahren ist ein Bekanntes: Aus der Nase oder dem Rachen des Patienten wird mittels Abstrichtupfer eine Probe entnommen.

Der neue VRI-Test (Viral Respiratory Tract Infections) liefert laut Bosch Healthcare Solutions binnen 2,5 Stunden zuverlässige Ergebnisse. Seitdem haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit bereits mehr als 416.000 Menschen in 197 Ländern angesteckt, mehr als 18.500 Menschen sind gestorben.

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