Kammern setzen Soforthilfe in Baden-Württemberg um

Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden

Um das zu verhindern, hat die Landesregierung ein Soforthilfe-Paket für kleine Unternehmen und Selbstständige auf den Weg gebracht.

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben. Beantragt werden kann sie mit einem rein digitalen Antragsverfahren, das laut Ministerium "einfach, schlank und unbürokratisch" gestaltet ist. Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, die mit ihrer Tätigkeit zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten, Klein- und Kleinstunternehmen mit maximal 50 Beschäftigten sowie Angehörige der Freien Berufe wie etwa freischaffende Schauspieler oder Musiker. In Folge der Corona-Krise haben sich entweder die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert, oder die vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens zu erfüllen (beispielsweise Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten), oder der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.

Selbstständige ohne Angestellte und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten, die unter den Folgen der Corona-Krise leiden, können einmalig bis zu 9000 Euro erhalten, die sie nicht zurückzahlen müssen. Hochgeladen wird das Formular dann vollständig ausgefüllt im gleichen Format auf der Seite. In Hessen rechnet das Regierungspräsidium Kassel damit, dass das Antragsformular spätestens am Montag online ist.

Welche Unterlagen brauchen Unternehmen für den Antrag? "Das wäre zu umfangreich und zeitintensiv", sagt Andreas Kempff, Geschäftsführer Industrie, Innovation und Unternehmensförderung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar. Was jedoch auf keinen Fall fehlen dürfe, sei eine Unterschrift. Für das Ausfüllen des Antrags wird außerdem eine Bankverbindung benötigt.

Förderungsinstrumente: Bestehende Programme der L-Bank und der Bürgerschaftsbank stehen für Betriebe und Selbstständige auch zur Verfügung oder sollen ausgeweitet werden.

Die zuständige Kammer wird eine Vorprüfung vornehmen. Die IHKs und Handwerkskammern übernehmen in allen Fällen die Prüfung und leiten die Anträge an die staatseigene L-Bank weiter, die die Bewilligung und Auszahlung der Zuschüsse vornimmt. Man sei auf einen sprunghaften Anstieg der Antragszahlen gerüstet, heißt es bei der Landesregierung.

Konkrete Informationen über Unterstützungsmaßnahmen durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein liegen noch nicht vor. Dadurch sollen die Gelder möglichst schnell bei den Handwerksbetrieben ankommen - und deren Existenz sichern.

Die Beratung und Unterstützung erfolgt durch die Kammern, auch für Nichtmitglieder. Hier gibt es wichtige Fragen und Antworten zum Thema.

Related:

Comments

Latest news

Max Conze: ProSiebenSat.1 trennt sich von Vorstandschef
Generell hatte die Aktie von ProSiebenSat.1 in den vergangenen Jahren unter Max Conze eine sehr schlechte Performance hingelegt. Nach scharfen internen Machtkämpfen hat sich der TV-Konzern ProSiebenSat.1 von seinem Vorstandschef Max Conze (50) getrennt.

Polizei stoppt "positiven" TV-Moderator beim Spazieren
Nun wurde ihm das zum Verhängnis, wie er in der Sky-Sendung " Matze Knops Homeoffice " am Mittwoch sagte. Kerner schließlich: "Mein schärfster Begleiter, mein schärfstes Symptom war Langeweile".

Gegen Corona-Pandemie: Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest
Das Testverfahren ist ein Bekanntes: Aus der Nase oder dem Rachen des Patienten wird mittels Abstrichtupfer eine Probe entnommen. Bosch hat ein Analysegerät für einen Schnelltest der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 entwickelt.

EU will Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien | Politik
Die EU-Staaten hatten sich am Montag auf Botschafterebene zu Beitrittsgesprächen mit Albanien und Nordmazedonien bereit erklärt. Derlei Vorgaben hatte auch der Bundestag an seine Zustimmung geknüpft.

New Yorks Gouverneur alarmiert über "astronomische" Coronavirus-Zahlen
Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität wurden landesweit mehr als 46.800 Infektionen und mehr als 590 Todesfälle bestätigt. Als US-Präsident hätte sich Trump mindestens schon im Januar oder Februar auf dieses Bundesgesetz berufen sollen.

Other news