International - Lufthansa meldet Kurzarbeit für 87.000 Beschäftigte an

Kranich am Boden Die Lufthansa hat 95 Prozent ihrer Flüge streichen müssen- und steht vor der schwersten Krise ihrer Geschichte

Ein Unternehmenssprecher bestätigte in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für insgesamt 87.000 Mitarbeiter beantragt worden ist.

Je nach Gesellschaft und Unternehmensteil gelten die Kurzarbeitsregelungen teils rückwirkend vom 1. März an, in der Masse aber ab April. Zuvor hatte das Portal "Business Insider" berichtet. Der größte Luftverkehrskonzern Europas beschäftigte 2019 rund 135.000 Männer und Frauen. "Auch in Österreich, der Schweiz und in Belgien ist für Airlines der Lufthansa Group Kurzarbeit vereinbart". Eingeschlossen seien alle Bereiche - etwa auch die Catering-Tochter LSG - sowie alle Marken, also auch Eurowings, Brussels, Austrian und Swiss. Mit den rund 5000 Piloten steht eine Einigung noch aus. Je nach Arbeitsausfall betrage der Umfang der Kurzarbeit bis zu 100 Prozent. Wie mehrere Branchenvertreter sagten, gebe es noch Streit über die genauen Konditionen, wie eine Aufstockung des offiziellen Kurzarbeitergelds durch die Lufthansa. Die Anträge sind zunächst bis Ende August gestellt. Wegen der Corona-Pandemie stellt der Konzern rund 700 seiner 760 Flugzeuge ab und bietet nur noch rund 5 Prozent seiner sonstigen Verkehrsleistung an. Die Treffen sollen online und ohne Präsenzpflicht stattfinden können. Der Lufthansa-Vorstand hat wegen der aktuellen Krise bereits vorgeschlagen, die Dividende komplett zu streichen.Im XETRA-Handel verliert die Lufthansa-Aktie derzeit 3,60 Prozent auf 8,25 Euro.

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