Ölpreis-Sturz: Putin zeigt sich erstmals besorgt - Saudi-Arabien plant deutliche Offensive

Ölpreis-Sturz: Putin zeigt sich erstmals besorgt - Saudi-Arabien plant deutliche Offensive

Russlands Präsident Wladimir Putin sieht angesichts des Ölpreisverfalls dringenden Handlungsbedarf.

Der Ölpreis sinkt stetig, ein Preissprung scheint unausweichlich. Es seien daher Gespräche mit den Partnern beim Ölkartell Opec nötig. Der Sturz für Russlands wichtigsten Exportartikel sei, laut Putin, "sehr bedeutend". Ein Grund dafür ist auch der Streit zwischen Russland und Saudi-Arabien. Der Staatshaushalt hängt von den Erlösen aus dem Ölverkauf ab.

"Deshalb müssen wir gemeinsam mit den wichtigsten Förderländern und Nutzern solche Entscheidungen treffen, die die Lage auf dem Markt insgesamt entspannen", sagte Putin. Russland tritt zudem für die Begrenzung von Ölfördermengen ein. Putin hatte die Lage in dieser Woche auch mit US-Präsident Donald Trump telefonisch erörtert.

Allerdings bestritt der Kreml umgehend, dass Putin mit dem saudi-arabischen Kronprinzen gesprochen habe. Außerdem könnte die Arbeit an vielen Förderstellen eingestellt werden.

Die Ölpreise sind zum Wochenstart wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie deutlich gefallen.

Am Vortag hatte Trump Gespräche zwischen den in einen Preiskrieg verwickelten Ölfördernationen Saudi-Arabien und Russland in Aussicht gestellt. Russland richtete seinen Haushalt jedoch auf einen Preis von rund 42 US-Dollar für dieses Jahr aus. Doch auch im April werden die Preise wohl niedrig bleiben. Saudi-Arabien plant laut jüngsten Angaben eine deutliche Steigerung der Fördermenge. Damit gab der Kurs für Brent-Öl seit dem 24. Februar, als die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Finanzmärkte voll erfasst hat, um knapp 60 Prozent nach.

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