Bund und Länder wollen Kontaktbeschränkungen über Ostern verlängern

Gesundheit

Die Hoffnungen, dass die Kontaktbeschränkungen auf Grund des Corona-Virus in Deutschland bald wieder gelockert werden könnten, scheinen sich zerschlagen zu haben. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", betonte die Kanzlerin.

Sie appellierte an die Bevölkerung, zu Ostern zu Hause zu bleiben und auf Reisen zu verzichten.

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auch über Ostern hinaus bis zum 19. April aufrechtzuerhalten. Insbesondere auch für die Osterzeit mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder weiterhin zur Disziplin. Bei einem zu schnellen Anstieg wird eine Überforderung des Gesundheitswesens befürchtet.

Merkel begrüßte nach früherer Uneinigkeit unter den Ländern über die Maßnahmen, dass sich alle Ministerpräsidenten nun einig seien, "dass wir hier keinen Flickenteppich wachsen lassen". Die Menschen seien aufgerufen, nach wie vor alle Kontakte zu vermeiden, die nicht notwendig seien. Ziel sei es weiter, die Zeit bis zur Verdoppelung der Zahl der Infizierten zu verlängern, erklärte Merkel. Bisher war ein Wert von zehn Tagen als ausreichend angesehen worden, tatsächlich ist der Verdopplungszeitraum bisher noch deutlich kürzer. In mehreren Bundesländern waren die Regelungen ohnehin schon bis 19. April in Kraft. Am Dienstag nach Ostern würden Bund und Länder die Lage unter anderem auf Basis der Daten des Robert Koch-Instituts neu bewerten. Es sei nicht zu erwarten, dass ab dem 20. April, einem politisch festgelegten Termin, "alles wird wie vorher", sagte der CSU-Chef in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel und Tschentscher. "Wir wollen keine voreiligen Exit-Debatten", sagte er und deutete an, dass auch nach den Osterferien Einschränkungen bestehen bleiben.

Kanzlerin Merkel und die Mnisterpräsidenten der Bundesländer sehen noch keine Möglichkeit, die scharfen Maßnahmen gegen das Coronavirus zu lockern. Deren Bewohner müssten besonders geschützt werden. Es werde intensiv daran gearbeitet, für diese Einrichtungen medizinische Masken zu besorgen. Die zuletzt diskutierte Pflicht für Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit, der andere vor Ansteckungen schützen könnte, kommt indes nicht. Merkel sprach sich außerdem für den Einsatz von Tracking-Apps aus, wenn diese in Tests erfolgversprechende Ergebnisse liefern. "Das ist eine großartige Leistung", sagte die Kanzlerin.

Bis zum Mittwochabend wurden in Deutschland mehr als 72 600 Infektionen registriert.

In der Beschlussvorlage heißt es weiter, die Dynamik der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland sei immer noch zu hoch.

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