Das Rätsel um die verschwundenen Schutzmasken

Wie im Wilden Westen USA schnappen Hilfslieferung für Frankreich vom chinesischen Rollfeld weg

Es handelt sich um 200.000 Schutzmasken von der Sorte FFP2, die von Berlin bestellt und bezahlt worden sind, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag publik gemacht hatte. Der Senator kritisierte das Vorgehen der US-Behörden als einen "Akt moderner Piraterie".

Die Konfiszierung der Masken stehe offenbar "im Zusammenhang mir dem Ausfuhrverbot für Masken der US-amerikanischen Regierung", erklärte Geisel. So geht man mit transatlantischen Partnern nicht um. "Die US-Regierung hat keine einzige Maske gekauft, die von China an Frankreich geliefert werden sollte", sagte ein US-Regierungsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Dazu erklärte das Unternehmen am Freitagabend (Ortszeit): "3M hat keine Beweise, die darauf hindeuten, dass 3M-Produkte beschlagnahmt worden sind".

Nach Tagesspiegel-Informationen wurden die Masken von der Berliner Polizei beim Hersteller 3M bestellt.

Bei dem Hersteller der Masken handelt es sich nach Angaben des Berliner "Tagesspiegel" um die amerikanische Firma 3M, die Schutzmasken in China produziert. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Freitag mitgeteilt, die Masken seien auf Betreiben der USA "konfisziert" worden. Das Portal t-online.de berichtete unter Berufung auf einen hohen US-Regierungsbeamten, die Vorwürfe aus Berlin seien "komplett falsch".

Es sei ein Herausforderungen, vertrauenswürdige Anbieter zu identifizieren und von den vielen unseriösen Akteuren zu unterscheiden, heißt es intern bei der Berliner Polizei. Die Aussage, dass die Masken in Bangkok konfisziert worden seien, basiert dem Sprecher zufolge auf Angaben des Fachhändlers.

Die USA sind inzwischen das Land mit den meisten Coronavirus-Fällen.

Erst kürzlich hatten französische Politiker den USA vorgeworfen eine Lieferung von Schutzmasken in China aufgekauft zu haben, die für Frankreich bestimmt waren. "Auf dem Rollfeld erscheinen die Amerikaner, holen Bargeld raus und zahlen drei oder vier Mal mehr für unsere Bestellung, deshalb müssen wir wirklich kämpfen", so Jean Rottner, selbst Arzt in einer Notaufnahme in Mülhausen (Mulhouse).

Auch die südliche Provinz Provence-Alpes-Côte d'Azur bestätigte, von solchen Vorfällen gehört zu haben. Französische Bestellungen würden "nicht immer geliefert", sagte er, ohne weitere Details zu nennen. Frankreich hatte zuletzt eine Milliarde Masken bestellt - unter anderem aus China. Er wisse, dass der Bedarf in den USA groß sei, doch das sei auch in Kanada der Fall, sagte er. Premierminister Justin Trudeau ordnete an, die "besorgniserregenden" Berichte zu überprüfen. Aber auch in Kanada sei die Lage ernst. Einzelne deutsche Gemeinden wie Jena in Thüringen zogen nach.

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