Trump schwört USA auf harte Zeiten ein

Präsident Trump als Coronavirus auf einem Wandgemälde in San Franzisko

In Italien sind erstmals seit neun Tagen innerhalb von 24 Stunden weniger als 700 Menschen an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben.

US-Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie auf harte Zeiten vorbereitet. Allein am Samstag kamen in den USA der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 1000 Menschen infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben.

Trump sagte am Freitagabend (Ortszeit) auf die Frage eines Reporters, warum er selbst sich nicht an die neue Masken-Maßnahme halten wolle: "Im Oval Office zu sitzen, hinter diesem schönen Resolute Desk (dem Schreibtisch des Präsidenten im Weißen Haus), dem großartigen Resolute Desk - ich denke, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn ich Präsidenten, Ministerpräsidenten, Diktatoren, Könige, Königinnen grüße, ich weiß nicht, irgendwie sehe ich das für mich selbst nicht".

"Wir werden eine unglaubliche Zahl von Militärs zur Hilfe in Bundesstaaten schicken: Tausende Soldaten, Tausende Mediziner, Profis, Krankenschwestern und Ärzte - eine große Menge", sagte Trump am Samstag vor Journalisten.

In den USA gab es bis Samstagabend mit inzwischen rund 309.000 Infektionen deutlich mehr bekannte Fälle als in jedem anderen Land der Welt. Trumps Beraterin Deborah Birx verwies am Samstag erneut auf eine Modellrechnung, wonach diese bis Mitte April auf rund 2600 Tote pro Tag ansteigen könnten. Nach den Daten der Universität sind die USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

Die Todesfälle ereignen sich demnach typischerweise zwei bis drei Wochen nach einer Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2.

Am schlimmsten betroffen sind der Bundesstaat New York und die gleichnamige Ostküstenmetropole. Dort gab es bislang rund 113.000 bekannte Infektionen und rund 3.600 Tote. Er sagte, dass einige Gouverneure mehr Geräte forderten, als sie brauchen werden. Er hoffe, dass New York die Epidemie dank der ergriffenen Schutzmaßnahmen bald überstehen könne.

Die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Epidemie hat drastische wirtschaftliche Folgen. Hinzu kommen etwa zehn Millionen Menschen, die in den vergangenen beiden Wochen arbeitslos wurden und somit ihren Krankenversicherungsschutz verloren. "Wir müssen das Land wieder geöffnet kriegen", sagte er. Sobald das Land bei "voller Gesundheit" sei, würden Menschen wieder in Restaurants essen gehen, Reisen und Stadien besuchen, so Trump.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet gesunden Menschen ohne Symptome bislang explizit nicht zum Tragen von Masken. Nun heißt es allerdings, Stoffmasken, die Mund und Nase abdeckten, sollten in der Öffentlichkeit getragen werden. Dies gelte vor allem in Supermärkten oder in Apotheken, wo es schwierig sei, stets genügend Distanz zu anderen Menschen zu halten.

Viele Krankenhäuser der Metropole sind bereits am Limit - oder darüber hinaus. Zudem ist die Schutzwirkung der jetzt empfohlenen improvisierten Masken umstritten.

Die Empfehlung beziehe sich auf Masken aus Stoff, die man zum Beispiel zu Hause machen könne, nicht aber auf medizinische Schutzmasken. US-Experten befürchten, dass nun eine noch stärkere Nachfrage ausgelöst werden könnte und damit der Mangel an Masken für Personal im Gesundheitswesen verschärft wird. Kritik an seiner Regierung wies er zurück. "Das ist freiwillig", betonte er bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus - und fügte hinzu: "Ich habe mich entschieden, es nicht zu tun".

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