Corona-Pandemie: Wissenschaftler vermuten positive Wirkung von Nikotin - Panorama

Als Pandemie von COVID - 19, verursacht durch das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2), gilt Die Identifizierung prognostischer Faktoren ist eine globale Herausforderung. Die Viren könnten dann schneller die Zellen angreifen, so die Vermutung.

Auch die französische Gesellschaft für Suchtforschung warnt: "Wir wissen mit Sicherheit, dass Raucher doppelt so häufig eine schwere Form von Covid-19 entwickeln und das Risiko, eine sehr schwere Form (bis zum Tod) zu entwickeln, um 133 Prozent erhöht ist".

Die Forscher hätten untersucht, wie hoch der Anteil der täglichen Raucher bei COVID-19-Patienten in einer französischen Universitätsklinik gewesen sei.

Ein wahrer Ansturm auf Nikotin-Ersatzprodukte war die Folge der Studie, die in den französischen Medien Anklang fand.

Professor Jean-Pierre Changeux vom Institut Pasteur und dem Collège de France mutmaßt, dass sich die Viren dort nicht mehr anhaften können - das Einfalltor in den Organismus sei versperrt.

Eigentlich zählen Raucher in der Coronavirus-Krise zur anfälligen Risikogruppe.

Die Ergebnisse einer entsprechenden Studie werden aber offenbar so ernst genommen, dass jetzt im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière mithilfe von Nikotinpflastern erforscht werden soll, ob Patienten damit behandelt werden können, berichtet der Nachrichtensender n-tv auf seiner Internetseite. Die Annahme stützt sich auf eine relativ geringe Zahl an Rauchern unter Covid-19-Patienten.

Zum Verlauf der geplanten Studie sagte Amoura, dass die Probanden nicht etwa mit dem Rauchen beginnen sollten. Offiziell verbietet der Staat die Hortung der Nikotin-Ersatzstoffe aufgrund von "gesundheitlichen Risiken durch exzessiven Konsum oder Missbrauch nach Medienberichten über eine möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin vor der Lungenkrankheit Covid-19*".

Gut belegt ist dagegen, dass Covid-19 für Menschen mit einer Vorerkrankung gefährlicher ist als für Menschen ohne. Das Gesundheitsministerium muss dem Forschungsvorhaben aber noch zustimmen. Rauchen ist und bleibt jenseits des angenommenen Schutzeffekts eine massive Gefahr für die Gesundheit.

Die Forschenden betonen, dass ihre Hypothese und auch die nachfolgende Studie nicht zur Aufforderung zum Rauchen verstanden werden soll.

Die französische Gesellschaft für Suchtforschung weist darauf hin, dass wahrscheinlich so wenige Raucher unter den Erkrankten waren, weil Menschen über 65 Jahren sowieso weniger rauchen (nur 11 Prozent) als die Allgemeinbevölkerung (28 Prozent). Auch wolle man den Probanden nur unter kontrollierten Bedingungen Nikotinpflaster verabreichen. Erst klinische Studien können Gewissheit geben. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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