Corona-Wirkstoff - USA erlauben begrenzten Einsatz von Remdesivir

Eine klinische Studie hat gezeigt das...kann

Die USA dürfen ab sofort das Corona-Hoffnungsmedikament Remdesivir nutzen!

Nach Angaben des NIAID war bei den Patienten der Remdesivir-Gruppe der primäre Endpunkt "Zeit bis zur Genesung" im Vergleich zu den Patienten der Placebo-Gruppe überlegen.

Das NIH muss nun seine gesamten Ergebnisse nach Auswertung durch eine wissenschaftliche Zeitschrift veröffentlichen.

Der Wirkstoff Remdesivir kann die Behandlungsdauer von Covid-19-Patienten einer US-Studie zufolge verkürzen. Das Unternehmen erklärt, dass die Studie vorzeitig abgebrochen worden sei.

Präsident Donald Trump forderte die American Medicines Agency (FDA) sofort auf, eine Notfallgenehmigung für die Verwendung in Krankenhäusern außerhalb klinischer Studien zu erteilen.

Die klinische Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern sei mit Kontrollgruppen durchgeführt worden, die Datenerhebung hätten unabhängige Experten begleitet.

Die üblichen Regeln der Kommunikation neuer Forschungsergebnisse sind in Zeiten des Coronavirus außer Kraft gesetzt: Gestern wurden zum einen positive Resultate einer randomisierten klinischen Studie zu dem Wirkstoff Remdesivir veröffentlicht. Die Hinweise der ACTT-Studie auf einen deutlich kürzeren Krankheitsverlauf seien hingegen vielversprechend. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann.

Damit seien jedoch nicht alle Probleme gelöst, sagte Fauci während eines Treffens im Büro von Präsident Trump weiter.

Eine Ampulle des Medikaments Remdesivir.

In die chinesische Studie wurden 237 Patienten und Patientinnen aus zehn Krankenhäusern in Wuhan eingeschlossen, dem Ursprungsort der Pandemie. Dabei stellten die Forscher keinen statistisch bedeutsamen Einfluss auf die Dauer der Covid-19-Erkrankung oder die Sterberate fest. Die Substanz ähnelt den RNA-Bausteinen, die Viren wie SARS und MERS zur Vervielfältigung ihres Erbgutes benötigen und hemmt, einmal in das Virus eingeschleust, dessen Vermehrung. Ein früherer Therapiebeginn verbessere die Behandlungsergebnisse womöglich. "Für Patienten mit einer schweren Form dieser Erkrankung macht diese Studie Hoffnung, schneller und sicherer von der Infektion genesen zu können".

"Das ist eine besondere Herausforderung inmitten einer Pandemie, die Versuchung ist groß, die Schwelle für überzeugende Beweise zu senken".

Verwirrung um den antiviralen Wirkstoff Remdesivir: Eine erste Studie ließ keinen Schluss zu - eine zweite, noch unveröffentlichte, scheint nun positive Ergebnisse zu zeigen. Es seien genügend Patienten untersucht worden, unter Therapie mit Remdesivir seien sie früher aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagt etwa Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing. Für eine solche ist ein wesentlich aufwendigerer Zulassungsprozess notwendig.

Auch Gerd Fätkenheuer von der Uniklinik Köln, Leiter einer klinischen Prüfung von Remdesivir (GS-5734) bei Patienten in Deutschland, rechnet aufgrund der positiven Ergebnisse mit einer baldigen Zulassung.

"Dies ist ein sehr wichtiger Proof of Concept, da er beweist, dass wir das Virus blockieren können", sagte der leitende Wissenschaftler vorsichtig optimistisch, der jedoch behauptet, dass die Wirkungsweise von Remdesivir auf das Virus wirkt eröffnet einen entscheidenden therapeutischen Weg, der zum Standard der Behandlung wird.

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2)".

Remdesivir ist bisher weltweit nirgendwo als Medikament zugelassen. Das Medikament kann derzeit nur dann zur Anwendung kommen, wenn keine anderen Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, um das Leben des Patienten zu retten. Eine formelle Zulassung des Medikaments dauere jedoch noch wesentlich länger und erfordere weitere Studien. "Wir wünschen uns sehr schnelle Genehmigungen".

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