ROUNDUP: Corona-Pandemie belastet Chemiekonzern BASF - ungewisse Aussichten

BASF Ludwigshafen

Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) ging um 6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz der BASF ist aber um sieben Prozent auf 16,75 Milliarden Euro gestiegen. Dennoch zeigte Brudermüller sich zuversichtlich: "Durch all unsere Maßnahmen sind wir gut aufgestellt, um die BASF erfolgreich - nicht nur durch die Coronakrise - zu führen".

Die Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2020 wird BASF am Donnerstag, 30. April 2020, um 07:00 Uhr veröffentlichen und im Rahmen einer Telefonkonferenz für Journalisten (ab 09:00 Uhr) sowie einer Telefonkonferenz für Analysten und Investoren (ab 11:00 Uhr) erläutern.

Für Vorstandschef Martin Brudermüller war es "kein normales Quartal", wie er erklärte, das gleiche werde "wohl für das gesamte Jahr" gelten. Konkrete Aussagen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2020 ließen sich derzeit nicht treffen, wie BASF mitteilte. Die Dauer und die weitere Ausbreitung der Pandemie seien nicht abschätzbar.

Dagegen zog BASF seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr zurück. Derzeit seien in Deutschland rund 3700 Mitarbeiter und im restlichen Europa knapp 3000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Der Gewinn nach Steuern brach um 37 Prozent auf 885 Millionen Euro ein.

Bereits vor der Corona-Krise hatte der seit zwei Jahren amtierende Brudermüller ein Sparprogramm aufgesetzt, um den Konzern unter anderem durch schlankere Strukturen profitabler zu machen.

Die Corona-Krise wirft ihre Schatten auf BASF. Er setzt zudem den Umbau des über viele Jahre eher mit ruhiger Hand geführten Konzerns fort. Die Ausschüttung soll unverändert 3,30 Euro je Aktie betragen - die Hauptversammlung, die in diesem Jahr erstmals rein virtuell stattfinden wird, soll darüber am 18. Juni entscheiden. "Wir wollen die Ausgaben für Investitionen weiter senken".

Für die zweite Jahreshälfte geht er von einer langsamen Erholung aus - auch wenn die Entwicklung derzeit noch äußerst unsicher sei.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2 % auf 2,6 Milliarden Euro. Deutlich besser lief es für BASF dank höherer Preise im Geschäft mit Katalysatoren. Dies entspricht einer Anhebung um 3,2 Prozent oder 0,10 Euro. Dazu gehört auch Stellenstreichungen. Der geplante Abbau von 6000 Stellen (rund die Hälfte davon in Deutschland) soll Ende 2020 erreicht werden - ein Jahr früher als geplant.

An seiner Dividende für 2019 hält der Dax-Konzern trotz der Krise fest.

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