Ryanair will wegen Corona-Krise bis zu 3000 Stellen streichen

Heckflosse eines Linienflugzeugs der Fluggesellschaft Ryanair

O'Leary stimmte zu, für das gesamte Haushaltsjahr auf die Hälfte seines Gehalts zu verzichten. Ansonsten werde die Fluglinie eingestampft.

Die Billigfluggesellschaft Ryanair droht der österreichischen Tochter Laudamotion mit der Schließung. Laudamotion-Jets würden mit Ryanair-Flugzeugen ersetzt, sollte die Belegschaft nicht zu Lohnkürzungen und neuen Arbeitsverträgen bereit sein, sagte O'Leary im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Die Gespräche zwischen Lauda und der Gewerkschaft seien schwierig. "Wir haben eine Frist bis zum 20. Mai gesetzt", sagte O'Leary. Sollten sich die Angestellten weigern, würde die Laudamotion-Basis in Wien geschlossen.

Europas größter Billigflieger Ryanair will angesichts der Corona-Krise bis zu 3000 Arbeitsplätze abbauen.

Die vom Rennfahrer Niki Lauda gegründete Fluggesellschaft wurde Anfang 2019 von Ryanair übernommen. Die Airline werde im Juli mit einem Restrukturierungsprogramm beginnen. Bis zu 3000 Stellen stehen dabei bei Piloten und Kabinencrews auf der Streichliste. Auch die Bestellung neuer Maschinen komme auf den Prüfstand. Eine Erholung des europäischen Flugverkehrs von der Corona-Krise sei frühestens für den Sommer 2022 zu erwarten. Dabei werde es sich vor allem um Piloten und Kabinenpersonal handeln, gab Konzernchef Michael O'Leary am Freitag bekannt. So plant der Konzern für das laufende Geschäftsjahr nun mit weniger als 100 Millionen Passagieren.

Die irische Fluggesellschaft geht davon aus, dass sich der Betrieb erst ab Juli normalisieren wird - nicht wie bislang angenommen bereits ab Juni.

Dem Sender BBC sagte O'Leary, der geplante Stellenabbau sei "das Minimum, das wir brauchen, um die kommenden zwölf Monate zu überleben". Wenn nicht bald ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gefunden werde und die Nachfrage nach Flügen wieder zunehme, sei Ryanair voraussichtlich zu weiteren Stellenstreichungen gezwungen.

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