ROUNDUP: Boeing treibt 25 Milliarden Dollar auf - keine Staatshilfen

Eine Boeing 737 Max beim Anrollen für einen Testflug am Renton Municipal Airport. Der angeschlagene Flugzeugbauer hat 25 Milliarden US-Dollar mit der Ausgabe von Anleihen bei Investoren eingesammelt. /AP  dpa

Dem angeschlagenen Flugzeugbauer Boeing ist ein Befreiungsschlag am Kapitalmarkt gelungen, um in der Corona-Krise liquide zu bleiben. Man wolle sich nicht um zusätzliche Finanzierungen, einschließlich Staatshilfen, bemühen. Eine zehnjährige Anleihe etwa wurde dabei nach Daten von Refinitiv IFR mit einer Verzinsung von 5,15 Prozent angeboten - im Juli 2019 hatte der Konzern für ein Papier mit ähnlicher Laufzeit 2,96 Prozent gezahlt.

Keine News verpassen! Mit unserem täglichen Newsletter erhalten Sie jeden Morgen alle Nachrichten von heise online der vergangenen 24 Stunden. Eigentlich hatte der Airbus-Rivale Insidern zufolge nur 10 bis 15 Milliarden Dollar angepeilt, stockte die Anleihen aber wegen der hohen Nachfrage auf.

Der Konzern ist von der Corona-Krise schwer getroffen worden. Mit 75 Milliarden Dollar war die Nachfrage einem Insider zufolge dreimal so hoch wie das Emissionsvolumen.

Noch im März hatte Boeing angesichts der Krise ein Hilfspaket von der Regierung gefordert. Bis zum 1. Mai hätte der Flugzeugbauer Ansprüche anmelden müssen, wenn er sich aus einem 17 Milliarden Dollar schweren Topf des Finanzministeriums für Unternehmen bedienen hätte wollen. Dollar an. Der Umsatz sank um 26 Prozent auf 16,9 Mrd. Der Konzern strich zudem Calhoun und Verwaltungsratschef Larry Kellner bis zum Jahresende das Gehalt, auch Dividendenzahlung und Aktienrückkäufe wurden ausgesetzt. Der Flugzeugbauer ist geschwächt in die Krise gestolpert.

Die Coronavirus-Pandemie trifft die Luftfahrtbranche schwer, der Flugverkehr ist weltweit massiv zurückgegangen. Viele Airlines weltweit kämpfen ums Überleben und brauchen auf absehbare Zeit keine neuen Maschinen. Wie Airbus hat Boeing deshalb die Produktionskapazitäten deutlich gedrosselt. Nach zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs mit insgesamt 346 Todesopfern wurde vor mehr als einem Jahr ein weltweites Flugverbot verhängt.

Sollte Boeing später seinen "Investment Grade"-Status verlieren und die Anleihen von den Ratingagenturen als "Ramsch" eingestuft werden, bekommen die Anleger einen Risikoaufschlag". Bei S&P wird Boeing seit Mittwoch nur noch eine Stufe über dem "Ramsch"-Status klassifiziert".

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