Corona-Krise: Warren Buffett verliert 50 Milliarden Dollar

American Airlines

Verglichen mit dem Vorjahreswert kletterte das Ergebnis in den drei Monaten bis Ende März um rund sechs Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro), wie Berkshire Hathaway mitteilte. Es räumte aber zugleich ein, ungewissen Zeiten entgegenzublicken. Wegen der Corona-Krise wurde die Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway am Samstag als Online-Konferenz abgehalten. Dort äußert sich der Börsen-Guru erstmals richtig zur Krise. Das musste US-Milliardär Warren Buffett jetzt am eigenen Leib erfahren. Nichts könne Amerika aufhalten. Für den Rest seines Lebens werde er immer auf die USA wetten. Die Amerikaner hätten bereits andere schlimme Krisen wie die Große Depression und den Bürgerkrieg gemeistert. Er zeigte sich optimistisch, dass die USA gestärkt aus der Krise hervorgehen werden, betonte jedoch, dass die Folgen für die Wirtschaft noch sehr schwer einzuschätzen seien. Buffett steht seit 1965 an der Spitze von Berkshire Hathaway und hat das Unternehmen mit zahlreichen renditeträchtigen Investments zu einem der weltgrößten Anleger aufgebaut. Berkshire habe ihre Beteiligungen an Delta Air Lines, United Airlines, Southwest Airlines und American Airlines veräussert, sagte Buffett am Samstag auf der Hauptversammlung weiter.

Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete börsennotierter Großkonzerne wie Coca-Cola, Wells Fargo oder Apple - der iPhone-Konzern hat sich in den letzten Jahren zu Buffetts großem Liebling entwickelt.

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich Berkshire von sämtlichen Anteilen an den vier größten amerikanischen Fluggesellschaften getrennt.

Seine Gesellschaft hatte rund sieben bis acht Milliarden Dollar in den Aufbau der Anteile investiert. Die Summe habe Berkshire beim Verkauf aber nicht wieder erzielen können, ergänzte Buffett. "Es hat sich herausgestellt, dass ich falsch lag", sagte der 89-Jährige über seine Investitionen in die Fluggesellschaften American Airlines, Delta Air Lines, Southwest Airlines und United Airlines, an denen er jeweils zu zehn Prozent beteiligt war.

Die Luftfahrtbranche wurde von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen.

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