Fresenius trotzt Corona-Krise - Schwäbische

Der Medizinkonzern Fresenius trotzt der Corona-Krise. /dpa

Zudem kam bei Anlegern und Analysten gut an, dass beide ihren Jahresausblick bestätigten, allerdings ohne die Corona-Folgen einzubeziehen. "Wie sich Covid-19 konkret im gesamten Geschäftsjahr auswirken wird, lässt sich noch nicht verlässlich sagen", erklärte Konzernchef Stephan Sturm am Mittwoch in Bad Homburg. Eine Aktualisierung der Prognose inklusive der Corona-Effekte ist nun zur Halbjahresbilanz geplant. Jefferies-Analyst James Vane-Tempest sprach von besser als erwartet ausgefallenen Resultaten beider Unternehmen.

Nach der im Februar veröffentlichten Prognose erwartet Fresenius beim Nettogewinn ein währungs- und um Sonderfaktoren bereinigtes Plus von 1 bis 5 Prozent sowie beim Umsatz ein währungs- und um Sonderfaktoren bereinigtes Wachstum von 4 bis 7 Prozent.

Im Auftaktquartal kletterte der Umsatz unterdessen um acht Prozent auf 9,1 Milliarden Euro, der auf die Aktionäre entfallende Gewinn stieg um gut ein Prozent auf 459 Millionen Euro. Weil nierenkranke Patienten auf eine Blutwäsche angewiesen sind, brummte das Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen - und produkten. Am deutlichsten zogen die Umsätze auf dem wichtigsten Markt Nordamerika an. Damit werden unter anderem gestiegene Kosten bei Gesundheitsdienstleistern etwa für Schutzmaßnahmen und -ausrüstung kompensiert. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 1,125 Milliarden Euro nach rund 1,13 Milliarden, währungsbereinigt ein Rückgang um 2 Prozent, nominal nahezu unverändert. Das bereinigte Konzernergebnis legte um zwei Prozent auf 465 Millionen Euro zu.

Die auf intravenös zu verabreichende Arzneien und klinische Ernährung spezialisierte Fresenius-Tochter Kabi hatte das gesamte Quartal mit einer schwächeren Nachfrage in China zu kämpfen und konnte dies nur teilweise durch einen Absatzschub in Nordamerika und Europa zum Teil abfedern. Inzwischen wurde dort der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen. Das Ergebnis wurde jedoch von der Corona-Pandemie gebremst und legte moderat zu. Im starken Umsatzwachstum des ersten Quartals spiegeln sich eine intakte Geschäftsentwicklung und die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells wider. Wachstumstreiber war vor allem das deutsche Klinikgeschäft, aber auch Helios Spanien konnte vor allem dank eines Zukaufs in Kolumbien zulegen.

Helios hatte im Kampf gegen die Pandemie die Zahl der Intensivbetten von 900 auf 1500 in Deutschland aufgestockt.

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