Quartalszahlen bei Continental: Corona belastet weiter

Continental war wegen des stotternden Automarktes schon vor dem Corona Ausbruch in die Krise geraten und hatte ein großangelegtes Umbauprogramm angekündigt. /dpa

Der Autozulieferer Continental hatte im ersten Quartal schwer unter der Coronakrise zu leiden.

Auch die Continental AG befürchtet, dass die Monate April, Mai und Juni bei Umsatz und Ertrag das schwächste Quartal des laufenden Geschäftsjahres werden., In normalen Zeiten erzielen wir drei Viertel unseres Umsatzes in Europa und Nordamerika.

Die Autoindustrie kämpft wegen der Pandemie mit eingebrochenen Verkäufen und Überkapazitäten, auch Lieferanten und Reifenhersteller bekommen das zu spüren. Weltweit mussten etwa 60 Prozent der knapp 240.000 Beschäftigten ihre Arbeitszeit verringern. Ein Abo ist nicht nötig. "Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden im zweiten Quartal noch deutlich spürbarer zu Buche schlagen", erklärte Vorstandschef Elmar Degenhart. "Insofern würde ich davon ausgehen, dass wir im zweiten Quartal keine schwarzen Zahlen schreiben". Beim Betriebsgewinn war das erste Quartal bei genauerem Hinsehen ebenfalls nicht so düster wie zuerst gedacht: Anstatt nur zwischen 2 und 3 Prozent zu landen, schaffte Continental beim Anteil des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz zuletzt einen Wert von immerhin 4,4 Prozent.

In China laufe es wieder besser. So sank im Berichtszeitraum die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in China nach aktuellen Schätzungen um rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Derzeit ist es für uns fast ein Problem, die nächsten 14 Tage im Umsatz vorherzusehen", sagte Schäfer.

Continental war wegen des stotternden Automarktes schon vor dem Corona-Ausbruch in die Krise geraten und hatte ein großangelegtes Umbauprogramm angekündigt. Es würden "weitere Maßnahmen" geprüft, hieß es.

Auch bei den Investitionen ist Continental zurückhaltend. Die Investitionen will der Dax-Konzern um mindestens 20 Prozent herunterfahren. "Wir stehen auf einer soliden Basis, sind unabhängig und voll handlungsfähig, trotz der herausfordernden Situation weltweit", unterstrich Degenhart heute bei der Vorlage der Quartalszahlen.

In den Fabriken hat Conti den Schutz erhöht - etwa durch häufigere Reinigung, veränderte Schichtpläne oder Abtrennungen aus Plexiglas. Der Vorstand beschloss, seinen zunächst auf einen Monat angelegten Verzicht auf zehn Prozent seines Festgehalts um drei weitere Monate bis Ende Juli zu verlängern.

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