Siemens zieht Prognose nach Gewinneinbruch zurück

Siemens hat nach einem schwierigen zweiten Geschäftsquartal 2020 mit einem deutlichen Gewinneinbruch um etwa zwei Drittel auf nunmehr 697 Millionen Euro die Prognosen für das laufende Jahr einkassiert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) aus dem Industriegeschäft gab um 18 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro nach. Das Unternehmen bekommt die Folgen der Corona-Pandemie im laufenden dritten Quartal voraussichtlich noch stärker zu spüren.

"Wir erwarten, im dritten Quartal die Talsohle zu erreichen", sagte Vorstandschef Joe Kaeser am Freitag.

Von Januar bis März habe Siemens noch "ein robustes Quartal abgeliefert", sagte Kaeser. Der Umsatz ging auf vergleichbarer Basis um ein Prozent auf 14,2 Milliarden Euro zurück, der Auftragseingang aber schon um neun Prozent auf 15,2 Milliarden. Im Maschinenbau seien Chinesen zuversichtlich, während Italiener und Deutsche schwarz sähen. Flender kommt auf einen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Die vor der Abspaltung stehende Energietochter Siemens Energy ist in den operativen Quartalszahlen nicht mehr enthalten. Sie schrieb einschließlich des spanischen Windkraftkonzerns Siemens Gamesa im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 317 Millionen Euro. Am Plan, die in die roten Zahlen gerutschte Energie-Sparte Siemens Energy im September an die Börse zu bringen, hält Kaeser fest. Das habe aber technische Gründe und nichts mit der Coronavirus-Krise zu tun, betonte ein Sprecher. Nach der Abspaltung soll der Aktienrückkauf fortgesetzt werden. Dabei will Siemens den Bereich Wind Energy Generation in Flender integrieren. Beide Unternehmen werden derzeit als sogenannte Portfolio Companys geführt. Die neuen Aufträge sollen aber weiterhin über dem Umsatzniveau liegen. Über den Börsengang soll eine außerordentliche Hauptversammlung am 9. Juli entscheiden.

Über die neue Strategie für seine Zugsparte will Siemens angesichts der Coronakrise noch nachdenken. "Hier gibt es keinen Zeitdruck". Siemens beobachte aber die Konsolidierung des Zug-Marktes "sehr aufmerksam", betonte Busch mit Blick auf die Fusionspläne der Rivalen Alstom und Bombardier.

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