Siemens kippt die Prognose nach Gewinneinbruch

Siemens

Am Plan, die in die roten Zahlen gerutschte Energie-Sparte Siemens Energy im September an die Börse zu bringen, hält Kaeser fest.

Zudem mistet Siemens sein Portfolio weiter aus und hat nach Siemens Energy den nächsten Kandidaten für ein Spin-off ausgemacht. Sie schrieb einschließlich des spanischen Windkraft-Konzerns Siemens Gamesa im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 317 (2018/19: Gewinn von 205) Millionen Euro.

Für das Gesamtgeschäftsjahr geht der Konzern derzeit nicht davon aus, seine ursprüngliche Prognose zu bestätigen.

Von Jänner bis März habe der Industriekonzern noch "ein robustes Quartal abgeliefert", obwohl die ersten Auswirkungen der Pandemie schon zu spüren waren, wie Kaeser sagte. Hinzu kommt ein laut Siemens "sehr komfortables Auftragspolster" in Höhe von 69 Milliarden Euro für das gesamte Jahr - ohne Berücksichtigung von Siemens Energy in den operativen Zahlen. Neben schwächeren Ergebnissen in den Geschäftsfeldern Digitalisierung und Smarte Infrastruktur belastete dabei auch die Abspaltung des Energiegeschäfts, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) aus dem Industriegeschäft gab um 18 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro nach. Dies habe aber technische Gründe und nichts mit der Coronakrise zu tun, betonte ein Sprecher. Nach der Abspaltung von Siemens Energy soll der Aktienrückkauf fortgesetzt werden.

Trennen will sich Siemens zudem von seiner Tochter Flender, die mechanische Antriebssysteme herstellt, die unter anderem in Windkraftanlagen eingesetzt werden. Dabei will Siemens den Bereich Wind Energy Generation in Flender integrieren. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung 2021 darüber entscheiden. Das neue Unternehmen kommt auf einen Pro-forma-Umsatz von rund 2 Milliarden Euro.

Im Dax Börsen-Chart zeigen zogen die Aktien von Siemens Börsen-Chart zeigen stark an setzten sich mit einem Plus von mehr als 5 Prozent an die Spitze des Index. "Hier gibt es keinen Zeitdruck". Siemens beobachte aber die Konsolidierung des Zug-Marktes "sehr aufmerksam", betonte Busch mit Blick auf die Fusionspläne der Rivalen Alstom und Bombardier. "Wir werden unser Portfolio selektiv verstärken, immer wenn sich Gelegenheiten ergeben", sagte der designierte Vorstandschef.

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