Karstadt Kaufhof: Brief an Mitarbeiter - Entlassungen drohen

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof denkt einem Mitarbeiterbrief zufolge über Filialschließungen nach

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof des österreichischen Immobilieninvestors Rene Benko bereitet ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Standortschließungen und einen weiteren Stellenabbau im Zuge des Anfang April eingeleiteten Schutzschirmverfahrens vor.

Die geschlossenen Warenhäuser haben laut Konzernführung von Galeria Karstadt Kaufhof zu einem Umsatzverlust in Milliardenhöhe geführt.

In einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begründet die Unternehmensführung dies mit den Folgen der Corona-Krise.

Bei der Gewerkschaft Verdi sorgt der Mitarbeiter-Brief für Empörung. Ob zum Beispiel auch die Kaufhof-Filialen in Mannheim oder Heidelberg betroffen sind, ist unklar. Zunächst hatte das "Manager Magazin" über den entsprechenden Brief berichtet. Deshalb seien weitere Sanierungsmaßnahmen nötig.

Sie teilten lediglich mit, dass Galeria Karstadt Kaufhof während der Zeit der Komplettschließung mehr als eine halbe Milliarde Euro verloren habe. Aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung werde sich der Umsatzverlust wahrscheinlich sogar noch auf bis zu eine Milliarde Euro erhöhen. Der Fachbereichsleiter für den Einzelhandel, Akman, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei ein Armutszeugnis, dass den Insolvenzverwaltern und der Unternehmensführung von Karstadt/Kaufhof nichts anderes einfalle, als die Axt an die Personalkosten zu legen und Filialen zu schließen.

Galeria Karstadt Kaufhof sollte, anstatt "neue Kürzungsorgien einzuleiten", lieber Wege finden, Mitarbeitern sowie Filialen eine Zukunft zu bieten.

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