Chinesischer Konzern: USA kündigen schärfere Sanktionen gegen Huawei an

Xiaomi Mi Phone head

China drohte umgehend mit eigenen Maßnahmen.

US-Präsident Donald Trump verlängert die seit Mai 2019 bestehenden Handelsbeschränkungen (Entity List) mit ausländischen Anbietern, die laut Einschätzung der US-Regierung die "nationale Sicherheit der USA gefährden könnten", um ein weiteres Jahr bis Mai 2021.

Die US-Maßnahme trifft nicht nur Huawei, sondern auch den taiwanischen Chiphersteller TSMC, der den chinesischen Konzern sowie Apple und Qualcomm beliefert. Schaden entsteht hierbei für Huawei als chinesisches Unternehmen, allerdings auch für all deren amerikanische Partner. Ein Zeichen der Entspannung ist diese Entscheidung jedoch nicht, im Gegenteil. Dabei hat das Handelsministerium vor allem Halbleitertechnologien im Blick.

"Wenn die USA den chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei weiter unter Druck setzt, indem etwa Firmen wie TSMC blockiert werden, Chips an die Firma zu liefern, wird China Gegenmaßnahmen ergreifen", so die Global Times unter Berufung auf "eigene Quellen". Deswegen müssten die Regeln angepasst werden, so Handelsminister Wilbur Ross. Konkret dürfen keine auf US-amerikanischen Technologien basierenden Halbleiter mehr an Huawei geliefert werden. Apple ist in China auf mehrfache Sicht betroffen: So ist das Reich der Mitte zweitgrößter Markt für iPhone & Co. hinter den Vereinigten Staaten und das Land ist größter Produktionsstandort - auch wenn Apple aktiv versucht, neue Fertigerregionen aufzutun. Neben Apple sollen möglicherweise auch die Unternehmen Qualcomm sowie Cisco und Boeing Kandidaten für die Liste sein. Zwar will der Hersteller zusehends auf in China produzierte Chips setzen, aktuell kommen aber oftmals noch US-Komponenten beziehungsweise entsprechende Technologien zum Einsatz, die das Unternehmen aktuell noch gelagert hat.

Dass die drastischen Beschränkungen in Huaweis Geschäft aber schon jetzt Spuren hinterlassen, zeigt bereits der Bericht des ersten Quartals des Herstellers.

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