Corona-Krise: Weniger Kontrollen an Grenzen: Großer Andrang bleibt aus

Grenze Deutschland-Schweiz

Dort traf er den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn. Statt dauerhaften Kontrollen werde es dort "Stichprobenkontrollen" durch Streifenwagen geben, hieß es. Die Grenzkontrollen zu Frankreich - ob im Saarland oder im Süden von Rheinland-Pfalz - sollen bis zum 15. Juni fortgesetzt werden, aber in gelockerter Form: Es dürfen künftig wieder alle Übergänge genutzt werden.

Im Grenzort Schengen in einem Dreiländereck zwischen Luxemburg, Deutschland und Frankreich wurde 1985 das Abkommen zur Aufhebung von Grenzkontrollen in Europa unterzeichnet.

Der erleichterte Grenzverkehr zwischen Deutschland und seinen Nachbarn hat am Wochenende nicht zu deutlich mehr Einreisen geführt.

Die Polizei erkennt nun aber mehr Einreise-Gründe an als bisher - etwa den Besuch eines Lebensgefährten oder einer Tante, Studienzwecke und den Unterhalt einer Mietwohnung.

Fast acht Wochen lang war die Einreise nach Deutschland für viele Luxemburger verboten. In Frankreich beispielsweise ist ein Passierschein nötig. Die Beamten hätten auch keine "nennenswert erhöhten Reisebewegungen" von Menschen festgestellt, die unerlaubterweise versucht hätten, zum Einkaufen oder aus touristischen Gründen nach Deutschland zu kommen, sagte ein Sprecher. Seit Einführung der Kontrollen hatten sich zu den Stoßzeiten lange Staus an den Grenzübergängen gebildet.

Für ein Ende der Kontrollen an der Grenze zu Dänemark fehlt noch grünes Licht aus Kopenhagen. Die Grenzen zu Belgien und den Niederlanden waren ohnehin nicht geschlossen worden.

Die Bürgerinnen und Bürger würden ein Europa mit Grenzen nicht mehr verstehen, meinte Maas. Sie müssen bei der Wiedereinreise indes einen negativen Coronavirus-Test vorweisen oder sich einer 14-tägigen Heimquarantäne unterziehen.

Auch das von Corona stark betroffene Italien will ab dem 3. Juni wieder sowohl Reisen ins Ausland als auch Einreisen erlauben. Die Öffnung steht unter dem Vorbehalt, dass die Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen oder Staaten es zulassen.

Von deutscher Seite jedoch bleiben die Corona-Regeln an den Luftgrenzen zu Italien und Spanien unverändert. Er werde beim Parlament eine "letzte Verlängerung" des Alarmzustands "um ungefähr einen Monat" beantragen, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation an. Einen Termin für eine Grenzöffnung für Touristen gibt es noch nicht. Es sei leichter Grenzen zu schließen, als diese wieder zu öffnen. Die Schweiz und Österreich stehen nicht auf der Liste.

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