Mehr als 40 Infizierte nach Gottesdienst in Frankfurt

In einer Frankfurter Baptisten Gemeinde gibt es 40 Coronafälle

Der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, wollte den Fall weder bestätigen noch dementieren: "Ich bin Arzt und unterliege der Schweigepflicht". Das gesamte Rhein-Main-Gebiet ist betroffen. Die Stadt Hanau teilte mit, dass sich - nach Informationen des Main-Kinzig-Kreises - im Zusammenhang mit dem Gottesdienst "mindestens 16 Personen aus Hanau mit dem Corona-Virus infiziert haben". "Gottesdienste gibt es jetzt nur noch online", sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau.

Bei einem Gottesdienst in einer Baptistengemeinde in Frankfurt am Main hat sich eine größere Zahl von Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb hätten der Landkreis und die Stadt ein für Sonntag geplantes Fastengebet von Muslimen im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion abgesagt. Die Veranstaltung wäre mit Blick auf die Geschehnisse in Frankfurt aus Sicht der Behörden unverantwortlich.

Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts, Antoni Walczok, sagte der "Frankfurter Rundschau", dass sich die Gläubigen bei einem Gottesdienst am 10. Mai angesteckt hätten. Es sei derzeit auch noch nicht abzusehen, welche Folgen die Ereignisse in Frankfurt für die Region hätten. Die meisten kämen aus dem Raum Frankfurt. In der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten finden die Gottesdienste laut Homepage in deutscher und russischer Sprache statt. Ihr Sitz ist im Stadtteil Rödelheim im Westen von Frankfurt.

Unklar ist laut Pritzkau auch, wie viele Besucher zu dem Gottesdienst gekommen waren. Von dem Ausbruch seien Gläubige aus Frankfurt und umliegenden Landkreisen wie dem Wetterau-, dem Hochtaunus- und dem Main-Kinzig-Kreis betroffen, berichtete die "Frankfurter Rundschau". Diese können mit dem Gottesdienst in Frankfurt in Verbindung gebracht werden. Es handele sich um ein "sehr dynamisches Geschehen". Es gebe keine Richtlinien zur Teilnehmerzahl.

Weiter heißt es außerdem, dass sich der Vereinsvorsitzender der Glaubensgemeinde, Eugen Steiger, im Krankenhaus befinde.

Glaubensgemeinschaften dürfen sich seit dem 1. Mai wieder in Hessen versammeln, dabei jedoch Hygiene- und Abstandmaßnahmen einhalten. Es müssen aber vorher Hygienekonzepte entworfen werden, damit sich das Coronavirus nicht ausbreitet. So muss unter anderem darauf geachtet werden, dass der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann und dass Desinfektionsmittel parat stehen.

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