Corona-Krise: Frankreich plant Kaufprämien für Autos

Der Hauptsitz der Renault Gruppe in Boulogne-Billancourt. Renault braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro

Der Artikel "Milliarden-Programm: Macron will Autobauer retten" wurde am 27.05.2020 in der Kategorie News von Ralf Loweg mit den Stichwörtern Automobilindustrie, Financial, Politik, Corona-Krise, News, veröffentlicht. Der Präsident werde am Vormittag (10.00 Uhr) im Pariser Élyséepalast Vertreter der Branche empfangen, am Nachmittag (15.00 Uhr) sei dann ein Besuch beim Zulieferer Valéo im nordfranzösischen Étaples geplant, teilte das Präsidialamt mit. "Es gibt 400 000 unverkaufte Fahrzeuge", sagte der Staatschef daraufhin. Mit Finanzhilfen von mehr als acht Milliarden Euro soll die angeschlagene Branche in der Corona-Krise jetzt die Kurve kriegen.

Macron kündigte an, dass staatliche Anreize für den Kauf von Neuwagen erhöht werden. Soll solle die Hilfe für den Kauf eines E-Autos auf 7.000 Euro steigen - bisher sind es 6.000 Euro. Das Engagement in der Batteriefertigung sichert Renault in der aktuell schwierigen Lage auch eine Kreditbürgschaft des Staates in Höhe von fünf Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat allerdings bereits deutlich gemacht, dass dies nicht in einen Kahlschlag münden könne. "Renault kämpft um sein Überleben", hatte der mächtige Ressortchef unlängst in einem Interview gesagt. Auch Nissan geht es nicht gut - am Donnerstag wird der Konzern seine Jahresbilanz vorlegen, und die dürfte düster aussehen. Die Europäer wollen sich damit unabhängiger machen von Lieferanten aus Asien.

Am frühen Morgen hatte er erhebliche staatliche Unterstützung per Twitter angekündigt. Ein wichtiger Hersteller ist in Frankreich auch der PSA-Konzern, Mutter des deutschen Autobauers Opel.

Renault hatte bereits vor der Coronavirus-Pandemie erstmals seit zehn Jahren rote Zahlen geschrieben.

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