Mord in der Kita - weitere Vorfälle entdeckt

Mehrere Vorfälle führten nicht zu Ermittlungen

Polizei und Staatsanwaltsschaft haben sich am Donnerstag (28.05.2020) zu dem Tod eines dreijährigen Mädchens in einer Viersener Kita geäußert.

Die Erzieherin wurde am 19. Mai festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Polizei und Stadt haben neue Details bekanntgegeben.

"Sollten sich die schrecklichen Vorwürfe bewahrheiten, muss auch im Detail vor Ort der Frage nachgegangen werden, ob ernsthafte Frühwarnzeichen ignoriert wurden und ob die Vorfälle dem zuständigen Jugendamt nicht gemeldet und keine Anzeigen erstattet wurden", teilte das Ministerium von Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Donnerstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

Die Erzieherin habe laut "der ersten Sachverhaltsschilderung" bei einer routinemäßigen Atemkontrolle während des Mittagsschlafs festgestellt, dass das Kind nicht mehr atme. Es sei zudem bereits blass gewesen und habe rötliche Punkte um die Augen gehabt.

Reanimationsversuche zuerst durch die Erzieherin und eine Kollegin, später durch den herbeigerufenen Rettungsdienst und Notärzte scheiterten.

Das Kind starb am 4. Mai, einen Tag nach seinem Geburtstag. In einem Fall habe es sogar einen Notarzteinsatz gegeben.

Der Mordverdacht gegen eine Erzieherin und eine mögliche Serie weiterer Gewalttaten in Kitas haben das Kinder- und Familienministerium in Nordrhein-Westfalen alarmiert. Ihr habe es im Umgang mit den Kindern an Empathie gemangelt. Das Kind sei am vorletzten Arbeitstag der 25-jährigen Frau mit einem Atemstillstand ins Krankenhaus gebracht worden. Demnach passierte die mutmassliche Tat am vorletzten Arbeitstag der Frau in der städtischen Kita "Steinkreis".Über die unter Mordverdacht stehende Frau hatte es nach Angaben der Stadt vorher keinerlei Beschwerden gegeben. Sie hatte demnach von sich aus am 15. April gekündigt.

Angeblich wollte die Frau nach Kenntnis der Stadt wegen der Grösse und des Konzepts der Kindertageseinrichtung "Steinkreis" wechseln. Die 25-Jährige hatte erst am 1. Dort wurde klar, dass das Kind schwerste Schäden davon getragen hatte und die Ursache - so die Stadt - sich medizinisch nicht erklären ließ. Weil die Rechtsmediziner eine Gewalteinwirkung nicht ausschliessen konnten, schaltete das Krankenhaus die Polizei ein, die bereits mit ihren Ermittlungen begann.

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