Staatshilfen über neun Milliarden Euro : Lufthansa-Aufsichtsrat stimmt Rettungspaket zu

Von der Corona Krise stark getroffen die Lufthansa

Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat den mit der Bundesregierung ausgehandelten staatlichen Hilfen zugestimmt. Er akzeptierte damit, dass der schwer angeschlagene Luftfahrtkonzern Start- und Landerechte abgibt. Damit wurden auch die angekündigten Zusagen an die EU-Kommission akzeptiert, wie die Lufthansa in Frankfurt am Main mitteilte.

Nun bedarf es noch der Genehmigung der Wettbewerbsbehörden und der Zustimmung der Aktionäre.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte zudem Gespräche mit den Gewerkschaften über Kapazitätsanpassungen an. "Gemeinsam mit der Bundesregierung muss es unser Ziel sein, unsere Spitzenposition im globalen Luftverkehr zu verteidigen".

Damit ist der Konzern einen großen Schritt weiter gekommen. Im Gegenzug wird die Fluggesellschaft mit einem staatlichen Hilfspaket von neun Milliarden Euro gestützt. Als Grund hatte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission genannt, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte. Eine außerordentliche Hauptversammlung wird daher für den 25. Juni 2020 einberufen. Neben Krediten und stillen Einlagen sieht dies auch eine staatliche Beteiligung von 20 Prozent vor."Nach intensiver Diskussion haben wir uns dazu durchgerungen, dem Vorschlag des Vorstands zuzustimmen", teilte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley mit. Das Rettungspaket sieht vor, dass sie in Frankfurt am Main und München bis zu 24 Start- und Landerechte pro Tag einem Wettbewerber überlassen muss. Mit den Sozial- und Tarifpartnern wolle der Vorstand über eine sozialverträgliche Abfederung der Auswirkungen sprechen.

Slots sind eine wichtige Größe in der Branche - daher waren die Verhandlungen um diese Zahl hart: Anfänglich war von 20 Flugzeugen mit bis zu 80 Slots die Rede, dann war die EU auf knapp 50 Slots runtergegangen.

Related:

Comments

Latest news

VW steckt zwei Milliarden in chinesische Elektrooffensive
Mitten in der Corona-Krise investiert Volkswagen zwei Milliarden Euro in zwei chinesische Firmen aus dem Elektrofahrzeuge-Sektor. Gotion soll Volkswagens Batterielieferant in China werden, auch für Modelle auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB).

Coronavirus-News: Corona-Fall unter deutschen Passagieren bei Rückflug nach China
Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dichtgemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Der 34-Jährige war einer von rund 200 Passagieren, die in dem Rückholflieger nach China saßen (Symbolbild).

US-Metropolen erleben fünfte Krawallnacht in Folge nach George Floyds Tod - Ausland
In der US-Stadt Minneapolis gehen nach dem Tod eines Afroamerikaners bei einem Polizeieinsatz die Proteste auf den Straßen weiter. Er könne nicht mehr atmen: " I can't breathe " sagte er mehrmals bevor er das Bewusstsein verlor und dann wenig später verstarb.

Historische Mission: SpaceX-Rakete zur ISS gestartet
Bush begann die amerikanische Regierung damit, Privatunternehmen mit dem Transport von Versorgungsgütern zur ISS zu beauftragen. "History is made", twitterte die NASA direkt nach dem Start. "Geschichte ist geschrieben worden".

Schalke 04 - Werder Bremen: S04 tauscht zum vierten Mal den Keeper
Damit nahm der 48-Jährige bereits den vierten Wechsel der Saison auf dieser Position vor. Die Fans gingen nach einigen Unsicherheiten des Schlussmanns auf die Barrikaden.

Other news