Homeoffice: Zoom dank Coronakrise mit dreistelligem Wachstum

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So hat sich der Aktienkurs seit Jahresbeginn beinahe verdreifacht auf zuletzt 208 Dollar. Für das bis Ende Januar 2021 laufende Geschäftsjahr rechnet Zoom nun mit einem Umsatz von bis zu 1,8 Milliarden Dollar.

So konnte der Umsatz verglichen mit dem ersten Quartal 2019 um 169 Prozent auf 328,2 Millionen US-Dollar (292,7 Millionen Euro) gesteigert werden. Befeuert wurde der Kursanstieg vom explosionsartigen Wachstum der Nutzerzahlen in den letzten Monaten. In der Corona-Krise stieg aber nicht nur der Einsatz im Homeoffice, sondern auch die Nutzung durch Privatleute sowie für Sportkurse, Gottesdienste oder Bildung. Der Gewinn kletterte auf 27 Millionen Dollar, nachdem der Konzern im Vorjahreszeitraum gerade in die schwarzen Zahlen gekommen war. Im Mai ging die Zahl wieder etwas zurück, räumte Finanzchefin Kelly Steckelberg ein. Zoom rechne aber damit, dass das Wachstum auf lange Sicht weitergehen werde, betonte sie.

Als sich vor drei Monaten der Rückenwind für Zoom abzeichnete, hatte die Finanzchefin noch gewarnt, es sei unklar, ob die Firma von dem Zustrom der neuen Nutzer auch dauerhaft finanziell profitieren werde. Und Zoom hatte in der Krise viele Einschränkungen der Gratis-Version aufgehoben.

Doch die gute Nachricht für Zoom ist, dass mit dem Anstieg der Nutzung durch Verbraucher auch das Kerngeschäft mit Unternehmen gewachsen ist. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse um 88 Prozent auf 622 Millionen Dollar gestiegen - und noch vor drei Monaten hatte Zoom selbst gut 900 Millionen Dollar als Prognose für das laufende Jahr ausgegeben.

Große Hoffnung bereitet Zoom auch die vermehrte Nutzung durch Privatkunden. Zahlende Kunden sollen deshalb künftig auf eine Komplett-Verschlüsselung zurückgreifen können. Erst kürzlich brachten Google wie auch Facebook eigene Angebote auf den Markt. Und bei der Wahl zwischen mehr Sicherheit oder mehr Bequemlichkeit werde die Sicherheit Vorrang bekommen, versprach Yuan.

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