Industrie - Produktion verzeichnet historischen Einbruch im April

Ein Angestellter in einer Maschinenbau...asserturbine

Im Vorjahresvergleich betrug der kalenderbereinigte Rückgang sogar rund 25 Prozent. Der Rückgang fiel stärker als befürchtet aus.

Die Industriebetriebe erwarten für die kommenden drei Monate einen weiteren Rückgang ihrer Produktion, der allerdings nicht mehr so stark ausfallen dürfte.

Im Vergleich zum Vormonat März 2020 war die preisbereinigte Produktion im produzierenden Gewerbe demnach saison- und kalenderbereinigt 17,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Innerhalb der Industrie nahmen die Produktion von Vorleistungsgütern um knapp 14 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um fast 9 Prozent ab.

Bei den Investitionsgütern ging die Produktion um etwa 35 Prozent zurück. Besonders stark ist die Automobilbranche betroffen.

Nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums war damit im April der "konjunkturelle Tiefpunkt" erreicht. Mit der schrittweisen Lockerung der Schutzmaßnahmen und der Wiederaufnahme der Produktion in der Automobilindustrie setze nun die wirtschaftliche Erholung ein.

Wegen der Corona-Pandemie sei die Industrieproduktion "in Rekordgeschwindigkeit eingebrochen", erklärte Nils Jannsen, Experte für deutsche Konjunkturforschung am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Ein Rückgang war für den Monat April erwartet worden, aber die Zahl ist dennoch deutlich ausgefallen. Das entsprechende Barometer der Produktionserwartungen stieg im Mai auf minus 20,4 von minus 51,0 Punkten im April, wie das Münchner Ifo-Institut unter Berufung auf eine Firmenumfrage mitteilte.

Das Ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. ist eine Münchner Forschungseinrichtung, die sich mit der Analyse der Wirtschaftspolitik beschäftigt und monatlich den Ifo-Geschäftsklimaindex ermittelt. "Aber das bedeutet nur, dass der Sturzflug nun flacher wird", erläuterte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Die Autobranche sowie die Hersteller von Lebensmitteln und Medikamenten zeigten sich dagegen optimistischer.

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