Fünfjahresvertrag unterschrieben: Daniel Grieder wird im Juni 2021 CEO von Hugo Boss

Daniel Grieder- der neue Mann an der Spitze von Hugo Boss. Bild Roberta Fele

Es war eine überraschende Nachricht inmitten der Corona-Krise - anfangs Juni hatte der in Schaffhausen aufgewachsene Daniel Grieder seinen Rücktritt als CEO des Modeunternehmens Tommy Hilfiger bekanntgegeben.

Nach Informationen von manager magazin hat PVH im Rahmen des Wechsels des Topmanagers zu Hugo Boss auf eine einjährige Wettbewerbsklausel gepocht, deshalb der Amtsantritt erst im kommenden Jahr. Daniel Grieder kommt als Vorstandsvorsitzender zu Hugo Boss. Er soll den Geist der erfolgreichen Marke Tommy Hilfiger nach Schwaben bringen.

Dass Langer bereits per 30. September 2020 aus dem Unternehmen ausscheidet, ist schon seit März bekannt - in gegenseitigem Einvernehmen, wie es heisst.

Finanzvorstand Yves Müller wird für die Übergangszeit vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Mai 2021 Sprecher des Vorstandes. Und jetzt ist es fix - am Donnerstagabend vermeldete Hugo Boss offiziell, dass der 58-Jährige die Nachfolge von Mark Langer antreten wird. Das MDax-Unternehmen war zuvor durch zu schnelles Wachstum und eine verfehlte Markenstrategie in die Bredouille geraten. Unrentable Läden wurden geschlossen, Rabatte eingedampft, Preise angeglichen und an den Marken gefeilt. Hugo Boss bestätigte vor knapp zwei Wochen: Ja, wir sind im Gespräch. Im vergangenen Jahr musste der Konzern sogar zweimal seine Prognose senken. Geschäfte blieben geschlossen, Kunden hielten sich zurück. Der auf Herrenanzüge spezialisierte Schneider will mit Einsparungen gegenhalten, Investitionen werden aufgeschoben, die Produktion zurückgefahren. Erste Verbesserungen im Einzelhandel erwartet das Unternehmen jedoch erst ab dem dritten Quartal.

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