Lufthansa beendet Flugbetrieb von SunExpress Deutschland

Die Lufthansa Beteiligung SunExpress schließt ihren deutschen Ableger

Nachdem bei Tuifly die Flotte um mehr als die Hälfte geschrumpft wird, gibt es das nächstes Opfer der Corona-Flaute und einen erneuten Nackenschlag für Flugbegleiter und Piloten: Die Lufthansa schließt den deutschen Ableger des Ferienfliegers SunExpress.

Nach Germanwings legt Lufthansa die zweite Tochter lahm: den deutschen Arm des Joint-Ventures mit Turkish Airlines, SunExpress. Die in Frankfurt beheimatete SunExpress Deutschland verfügt über 20 Flugzeuge und flog vor allem Ziele im Mittelmeerraum an. Der Flugbetrieb beider Airlines solle nur noch unter einer Marke - SunExpress - durchgeführt werden und sich auf Urlaubsflüge aus der DACH-Region in die Türkei sowie den innertürkischen Verkehr konzentrieren.

Der Flugbetrieb werde in Kürze eingestellt und ein geordneter Liquidationsprozess eingeleitet, hieß es in einer Mitteilung. "Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, indem wir in den kommenden Wochen mögliche Lösungen in vertrauensvollen Gesprächen mit unseren Mitarbeitern und Sozialpartnern erarbeiten werden".

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die SunExpress hart getroffen. Seit dem 1. Juni hat SunExpress innertürkische und seit dem 10. Juni auch internationale Flüge in türkische Urlaubsregionen nach und nach wieder aufgenommen.

Eine Einigung mit den Gewerkschaften über ein Krisenpaket zur Senkung der Personalkosten hat die Lufthansa indes noch nicht erzielt. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit soll verhindert werden, dass die rechnerisch 22.000 überzähligen Vollzeitstellen gestrichen werden. Auf dem Aktionärstreffen am Donnerstag wird über das bis zu neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die Lufthansa entschieden. Verdi hatte am Montag bereits mitgeteilt, erst nach der Hauptversammlung am Freitag weiterverhandeln zu wollen.

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