Kündigungen vermeiden: Lufthansa und UFO einigen sich auf Sparpaket

Die von der Corona Krise hart getroffene Lufthansa hat wegen der dauerhaft geringeren Nachfrage den weltweiten Personalüberhang auf 22.000 Stellen beziffert

Selten wurde eine Hauptversammlung mit derartiger Spannung erwartet wie bei der Lufthansa an diesem Donnerstag. Dennoch appelliert die VC eindringlich an alle Aktionäre, dem Rettungspaket zuzustimmen und steht bereit, die Verhandlungen weiterzuführen. Kurz vorher deutete sich Entspannung an.

Die bereits fortgeschrittenen Verhandlungen mit VC und UFO will die Lufthansa mit dem Ziel einer Vereinbarung noch vor der Hauptversammlung fortsetzen. Er sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er wolle auch in Zukunft Einfluss auf die Entwicklung der Lufthansa nehmen und habe daher letztlich nicht für eine Insolvenz stimmen können.

Kurz vor der Einigung war Großaktionär Heinz Hermann Thiele in seiner Haltung umgeschwenkt und hatte damit auch die Hoffnung auf eine entscheidende Kehrtwende und damit der ersehnte Lichtblick für die Lufthansa genährt, berichtet "tagesschau.de". Grund ist die bereits feststehende geringe Beteiligung von weniger als 38 Prozent der Stimmrechte, die Thiele an diesem Schicksalstag der Lufthansa eine Sperrminorität verschafft. Bei der Versammlung sollen die Aktionäre über den staatlichen Rettungsplan für den durch die Corona-Krise schwer angeschlagenen Konzern abstimmten.

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete die Einigung mit UFO als "wichtiges Signal" an die außerordentliche Hauptversammlung am Donnerstag.

Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben sich auf ein Sparpaket zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise geeinigt. Die Gewerkschaft Verdi hingegen hatte schon am Montag angekündigt, sie werde erst am Freitag nach dem Aktionärstreffen weiter verhandeln.

Nicoley Baublies, Verhandlungsführer der UFO, sieht die Sozialpartnerschaft mit der Lufthansa auf einem neuen Fundament: "Der nun erfolgte Abschluss für die Kabinenmitarbeiter der Deutschen Lufthansa bringt die dringend benötigte Arbeitsplatzsicherheit".

Ufo sprach von einer verantwortungsvollen Einigungs- und Handlungsfähigkeit beider Seiten nach Jahren des Konflikts. Um Personalkosten abzubauen, wurde über Abfindungen, Vorruhestand und kollektive Einsparungen bei den Flugbegleitern gesprochen. Cockpit hatte nach eigenen Angaben 350 Millionen Euro angeboten. Inzwischen gehe es um ein Krisenpaket in einer Gesamthöhe von 850 Millionen Euro bis Juni 2022, erklärte sie am Dienstag. Bisher sei aber kein akzeptabler Schutz der Arbeitsplätze zugesichert worden.

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