Corona-Mittel Remdesivir erhält Freigabe für EU

Wissenschaftler forschten unter Hochdruck an Remdesivir

Erstmals hat die Europäische Arzneibehörde grünes Licht für ein Medikament gegen Covid-19.

Aufsehenerregende Entscheidung: Die Europäische Arzneimittel-Agentur erlaubt die Corona-Behandlung mit Remdesivir - unter Auflagen. Die Europäische Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, dies gilt jedoch als Formsache.

Bislang gibt es noch keinen Impfstoff und kein Medikament gegen das Coronavirus, mit dem sich weltweit bislang rund 9,47 Millionen Menschen angesteckt haben und das fast 482 400? Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl eine bedingte Zulassung der Arznei zur Behandlung von erwachsenen Patienten und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit Lungenentzündung, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Auch am UKE in Hamburg laufen Studien zu dem Ebola-Medikament Remdesivir.

Die EMA hatte bereits Anfang April den Einsatz von Remdesivir für Schwerkranke ohne Behandlungsalternative ("Compassionate use") empfohlen. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war. Auch in Deutschland war das Mittel bislang schon innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogramms zugänglich und wird in klinischen Studien getestet. Wie aus Parlamentsunterlagen hervorgeht, hat das Großherzogtum zudem Vorräte des Medikaments angelegt, die bei Bedarf mobilisiert werden könnten.

Das Mittel wurde ursprünglich entwickelt, um Ebola-Patienten zu behandeln - zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Corona-Virus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

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