Niederländische Airline: KLM bekommt staatlichen Milliardenkredit - Wirtschaft

Hilfspaket auch für die KLM Royal Dutsch Airlines

Air France veröffentlichte am späten Donnerstagabend eine Erklärung auf ihrer Website, in der eine Summe von etwa 3,4 Milliarden Euro genannt wurde. Die Niederlande springen mit einem umfangreichen Kredit ein. Der niederländische Staat war erst Anfang 2019 überraschend direkt eingestiegen und hatte das Ziel verkündet, die nationalen Interessen wegen der Bedeutung des Flughafens Schiphol für die niederländische Wirtschaft stärker zur Geltung zu bringen.

Frankreich und die Niederlande haben sich offenbar über den Beitrag der Regierung in Den Haag zur Rettung der Fluggesellschaft Air France-KLM geeinigt. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, dass die Niederlande die 3,4 Milliarden Euro in Kreditgarantien und direkten Darlehen für KLM freigeben werde. Bereits im April hatte die französische Regierung sieben Milliarden Euro Staatshilfe angekündigt.

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire erklärte, die Hilfe für KLM ergänze die Unterstützung für Air France - beide Staaten würden helfen, die Krise zu überwinden.

KLM hat sich im Gegenzug für die staatlichen Hilfen verpflichtet, die Dividendenzahlungen an die Aktionäre auszusetzen, bis die Darlehen zurückgezahlt sind. Das Einspringen des Staates muss noch von der Europäischen Kommission und dem niederländischen Parlament abgesegnet werden. Wegen der Corona-Pandemie befinde sich die Fluggesellschaft in einer beispiellosen Krise, erklärte KLM-Chef Pieter Elbers. Nun solle ein Treuhänder ohne Stimmrecht in die Konzernleitung geschickt werden, um sicherzustellen, dass das niederländische Steuergeld ausschliesslich der KLM zugute komme, hiess es in den Kreisen. Er forderte die EU-Kommission auf, das Unterstützungspaket zu blockieren.

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