VW fährt in Zwickau elektrisch - letzter Verbrenner gefertigt

Nach mehr als sechs Millionen produzierten Autos rollt in Zwickau bei VW das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor vom Band

Mit dem letzten Verbrenner, der am Freitag im Zwickauer VW-Werk vom Band rollte, endet eine Ära für die Automobilstadt: 116 Jahre lang wurden in der westsächsischen Stadt Autos mit Verbrennungsmotor gefertigt. "Ab jetzt steht der Standort Zwickau ganz im Zeichen der Elektromobilität", sagte Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik bei Volkswagen Sachsen.

Der reine Stromer, der ab September auf den Markt kommt, soll eine neu konzipierte Fahrzeugserie begründen, die auch das Massenpublikum ansprechen und die Grundlage für weitere E-Modelle bilden soll. Insgesamt kostet VW die Umstellung hier 1,2 Milliarden Euro.

Der letzte Trabi - in knallpink und schon mit VW-Motor ausgerüstet - rollte am 30. April 1991 vom Band direkt ins Museum, während Volkswagen bereits ab dem 21. Mai 1990 den VW Polo in Zwickau produzierte. In Deutschland folgen in den kommenden Jahren Emden und Hannover, auch in China und den USA werden alternative Antriebe hochgefahren.

Anschließend soll die Montagelinie umgebaut werden - für die Produktion von E-Fahrzeugen. Die Gesamtinvestitionen liegen bis 2024 bei 33 Milliarden Euro, davon entfällt ein Drittel auf die Autos der VW-Hauptmarke.

Zwickaus Tradition als Wiege des Automobilbaus nahm 1904 seinen Anfang mit August Horch. Eines der allerersten Autos aus Zwickau steht nun im Museum. Sie brachte neben Horch ebenso Audi und später den Trabant hervor. Auto-Enthusiasten bauten den Horch 14-17 PS Tonneau - den ersten in Zwickau produzierten Wagen - originalgetreu nach.

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