Rolling Stones drohen Donald Trump: Musik für Wahlkampf geklaut

Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger ist kein Fan des
amerikanischen Präsidenten

Ein Anwaltsteam arbeite dafür mit der amerikanischen Gesellschaft zur Wahrung von Urheberrechten BMI zusammen.

Die Rolling Stones legen sich mit US-Präsident Donald Trump an: Die legendäre Rockband hat angekündigt, gegen Trump rechtliche Schritte einzuleiten, sollte dieser im Wahlkampf noch einmal auf ihren Kultsong "You Can't Always Get What You Want" aus dem Jahr 1969 zurückgreifen. Damit soll jetzt Schluss sein, die Stones wollen nun weitere Schritte einleiten und drohen mit einer Klage.

Trump solle davon abgehalten werden, die Musik der Gruppe bei seinen Wahlkampfveranstaltungen zu spielen, teilte die Band am Samstag mit. Bei erneuter Nutzung ihrer Songs, werde die Band eine Klage gegen den Präsidenten einreichen, berichtet Deadline.

Darunter falle der Widerspruch eines Songwriters oder Verlegers.

Die Rolling Stones sind nicht die einzigen prominenten Künstler, die sich mit dem US-Präsidenten über die Nutzung ihrer Musik streiten. Die BMI habe einen solchen Widerspruch von den Rolling Stones erhalten und dem Wahlkampfteam von Donald Trump in einem Brief mitgeteilt. Die Werke der Stones wurden demnach aus der Lizenz für öffentliche Aufführungen für Wahlkampfveranstaltungen von Donald Trump entfernt und die künftige Verwendung der Musikkompositionen würden gegen die Lizenzvereinbarungen der BMI verstoßen.

Auch Pop-Größen wie Pharrell Williams, Rihanna, Adele und Neil Young haben der Nutzung ihrer Musik durch Trump vehement widersprochen. Nachdem in Tulsa auch Tom Pettys (1950-2017) "I Won't Back Down" lief, meldeten sich dessen Erben zu Wort und erwirkten eine Unterlassungsklage, wie sie auf Twitter mitteilten: "Tom würde es niemals wollen, dass seine Songs für eine Kampagne des Hasses genutzt werden".

Dee Snider (65), Sänger der Band Twisted Sister, erlaubte Trump das Verwenden des Klassikers "We're Not Gonna Take It" ursprünglich, änderte seine Meinung aber, nachdem Trumps extremistische Ansichten immer deutlicher zutage traten.

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